Steuerberater begrüßen Steuerbegünstigungen bei Prämien, Boni und Zulagen sowie die Verschiebung der Finanzverwaltung Reform auf 2021

Beratungsbedarf durch die aktuell beschlossenen Maßnahmen steigt weiter

Wien (OTS) - Steuerberater sind in der aktuellen, coronabedingten Krisensituation die zentralen Ansprechpartner für Unternehmen für wichtige Entscheidungen zum Thema Kurzarbeit, Steuererleichterungen sowie finanzieller Unterstützungen. Oberstes Ziel ist die Liquidität der Wirtschaftstreibenden aufrecht zu erhalten.

Begrüßt werden in diesem Zusammenhang die, von der Kammer geforderten und nun beschlossenen, Maßnahmen, die zur steuerlichen Entlastung und Unterstützung der Unternehmen und Arbeitnehmer beitragen. Dazu zählen die steuerfreie Mitarbeiterprämie, welche Bonuszahlungen und Zulagen aufgrund der COVID-19-Krise bis zu 3.000 Euro pro Mitarbeiter steuerfrei stellt, sowie die Steuerfreistellung der Zuwendungen die aus Mitteln des COVID Krisenbewältigungsfonds und Härtefallfonds geleistet wurden.

Gerade kleine Unternehmer und EPU erwarten sich aktuell von ihrem Steuerberater in der Krise Beratung und Unterstützung bei der administrativen Abwicklung von Kurzarbeit oder bei Anträgen für den Härtefallfonds. Mittlerweile wurden über 12.000 Anträge für Kurzarbeit gestellt und weit über 80.000 Ansuchen für Unterstützung im Rahmen des Härtefall-Fonds. Für Steuerstundungen gibt es 90.000 Anträge, und über 2.000 Kreditanträge wurden bereits gestellt und genehmigt. Der Beratungsbedarf in diesem Zusammenhang für den Berufsstand ist enorm, Tendenz steigend.

Angesichts dieser außerordentlichen Sonderbelastung, die dem Berufsstand sicher auch noch in den nächsten Monaten viel Einsatz abverlangen wird, können die Steuerberater eine Verschiebung der Reform der Finanzverwaltung nur begrüßen. Derart grundlegende Veränderungen sind schon in nicht-krisenzeiten eine große Herausforderung, eine Umsetzung während einer Ausnahmesituation, wie wir sie aktuell erleben, könnte zu Lasten der dringend benötigten Beratungskapazitäten für die Unternehmen gehen.

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