NEOS zu Coronavirus: Brauchen Klarheit in der Bildung durch Förderpaket für die Schulen

Künsberg Sarre: „Für viele Kinder geht es jetzt um alles. Während wir in der Wirtschaft Jobs verlieren, verlieren wir in den Schulen Kinder und Talente.“

Wien (OTS) - NEOS erneuern vor der morgigen Plenarsitzung des Nationalrates ihre Forderung nach einem Förderpaket für den Bildungsbereich. Es brauche wie in der Wirtschaft auch bei der Bildung einen Plan, wie man garantiert, dass in dieser Krise kein Kind zurückgelassen wird, so NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. „Wir wissen, dass etwa ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler derzeit nicht erreicht werden. Hier müssen wir aktiv ansetzen, um Social Distancing nicht zu einem noch größeren ‚learning distancing‘ zu machen.“

Die vielen Schüler_innen in Österreich würden in dieser schwierigen Phase sehr viel leisten, so Künsberg Sarre. „„Wir werden das Jahr 2020 alle mit Corona verbinden – weil es unser Leben von heute auf morgen auf den Kopf gestellt. Aber wie wir darauf schauen und wie wir vor allem diesen Maturanten-Jahrgang bewerten, liegt bei uns Erwachsenen. Diese jungen Leute haben schon viel geleistet. Seien wir großzügig, nehmen wir den Druck raus und geben vor allem Zuversicht.“

NEOS wollen unter dem Motto „Kein Kind zurücklassen – Eltern entlasten – Pädagog_innen trainieren“ möglichst schnell Klarheit schaffen.

Förderunterricht:
Für alle Kinder, die in der Krise auf besonders schwierige Lernvoraussetzungen treffen, braucht es ein aktives Lerncoaching während der Krise und einen Förderplan, der bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs sofort starten kann. Dafür brauche es ein Sonderbudget für Förderunterricht und für die psychosoziale Aufarbeitung.

Maximale Sicherheit und Zuversicht:
Um die Auswirkungen der Krise so kurz wie möglich zu halten und maximale Sicherheit und Zuversicht zu geben, brauchen jetzt alle Schuleinsteiger_innen, Maturant_innen und Kinder, die im September in andere Schulformen aufsteigen, eine klare „Zukunftsperspektive Herbst“. Das Bildungsministerium sei hier auch gefordert, strukturierte Hilfestellungen über den Sommer anzubieten.

Schaffung von E-Learning Plattformen:
Das Eltern-unterstützte Distance Learning gerät zunehmend an seine Grenzen. Der Fokus nach Ostern muss daher auf möglichst eigenständigem eLearning liegen und jene Plattformen nutzen, über die Lehrkräfte mit Schüler_innen direkt zusammenarbeiten können. Sobald es gesundheitlich vertretbar ist, muss auch ein zumindest teilweiser Schulbetrieb an einigen Tagen und einigen Fächern geprüft und angeboten werden. Nur so kann die in dieser Zeit geleistete Arbeit der Schüler_innen, unabhängig ihres sozialen Umfelds, auch fair in eine Notengebung einfließen.

Monitoring und Fortbildung von Lehrer_innen:
NEOS fordern schon jetzt ein begleitendes Monitoring durch eine wissenschaftliche Studie und gezielte Fortbildung für Lehrer_innen. Wenn die spontane Distance-Learning-Welle wissenschaftlich begleitet und untersucht werde, könne man daraus viel für die Zukunft lernen und das Trainings- und Weiterbildungsangebot für die Pädagog_innen rasch entsprechend weiterentwickeln.

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