Samariterbund schützt Wohnungslose während der Corona-Pandemie

Die Winternotunterkünfte bleiben geöffnet, Angebote werden erweitert

  • Obdachlosigkeit ist kein individuelles Phänomen, sondern ein gesellschaftliches Problem
    Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens
    1/2
  • Die Gründe, warum ein Mensch obdachlos ist, sind vielfältig. Unsere Einrichtungen in Wien sorgen für Schutz und soziale Wärme, sie stehen aber auch für Solidarität in unserer Gesellschaft und bieten Sicherheit in dieser Stadt. Besonders in Krisenzeiten müssen wir auf einander schauen und die Schwächeren in der Gesellschaft schützen. Wir übernehmen Verantwortung und möchten obdachlose Menschen so gut es geht auch während der Corona-Pandemie unterstützen
    Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens
    2/2

Wien (OTS) - Wir werden derzeit Zeuge einer weltweiten Krise, wie es sie schon sehr lange nicht mehr gab. Eine Krise die uns unmittelbar betrifft und unser Leben von einem Moment auf den anderen verändert hat. Wir sollen alle zu Hause bleiben – für die Gesundheit aller. Doch wo sollen wohnungslose Personen hin? Die kalten Wintertage sind vorüber, die Temperaturen steigen – wohnungslose Menschen können aber trotzdem nicht aufatmen. Es herrscht eine Pandemie und sie haben keine Rückzugsorte. Der Samariterbund übernimmt Verantwortung und sorgt auf Hochtouren für wohnungslose Menschen und erweitert in Zusammenarbeit mit dem Fonds Soziales Wien stetig sein Angebot.

„Obdachlosigkeit ist kein individuelles Phänomen, sondern ein gesellschaftliches Problem“, sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens. „Die Gründe, warum ein Mensch obdachlos ist, sind vielfältig. Unsere Einrichtungen in Wien sorgen für Schutz und soziale Wärme, sie stehen aber auch für Solidarität in unserer Gesellschaft und bieten Sicherheit in dieser Stadt. Besonders in Krisenzeiten müssen wir auf einander schauen und die Schwächeren in der Gesellschaft schützen. Wir übernehmen Verantwortung und möchten obdachlose Menschen so gut es geht auch während der Corona-Pandemie unterstützen“, so Löhlein.

Ein besonderes Angebot hat sich aus der Notlage entwickelt: Die MitarbeiterInnen des Samariterbundes kochen täglich für 80 Personen auf einem gewöhnlichen Haushaltsherd. Es ist zwar eine Herausforderung, aber besondere Umstände erfordern eben besondere Maßnahmen. Neben der warmen Mahlzeit werden auch zwei kalte Mahlzeiten, Getränke und Obst serviert. Sehr beliebt sind süße Desserts wie Kuchen und Kekse, diese zaubern oft ein Lächeln in die Gesichter. Weitere Maßnahmen sind in Planung.

Im Rahmen des Winterpaketes stellt der Samariterbund 30 Schlafplätze für Frauen und 80 Plätze für Männer zur Verfügung. Die Notunterkünfte, die eigentlich für die kalte Jahreszeit Unterschlupf bieten sollten und bis 4. Mai geöffnet sein sollten, bleiben nun bis Anfang August offen. Morgens müssen die KlientInnen und Klienten die Unterkünfte nicht verlassen, um zu Tagesbetreuungseinrichtungen zu gelangen. Die Winterquartiere wurden auf Ganztagsbetrieb umgestellt. So werden die sozialen Kontakte reduziert und das Ansteckungsrisiko an COV-19 im öffentlichen Raum verringert.

Die Notquartiere werden vom Fonds Soziales Wien gefördert und stellen ein wichtiges Angebot für akut obdachlose Menschen dar.

Da wohnungslose Personen oft zur Risikogruppe gehören, können Ehrenamtliche leider nicht eingesetzt werden. Wer helfen möchte, ist trotzdem herzlich willkommen. Es werden Spenden dringend gebraucht. Da die Einrichtungen nicht allzu viel Platz bieten und die Personen aufgrund der momentanen Lage nicht raus sollten, werden Beschäftigungsmöglichkeiten wie Spiele und Karten benötigt. Natürlich sind auch Lebensmittel wichtig, da die Tageszentren geschlossen haben und das Angebot reduziert wurde.

Spenden helfen!

Um diesen Menschen mehr als ein Dach über den Kopf zu geben, bitten wir um Spenden.

Spenden Sie bitte Jacken, T-Shirts, Hosen, neue Socken, neue Unterhosen, Spiele, Beschäftigungsmöglichkeiten, Lebensmittel, Süßigkeiten, (Zigaretten).

Sachspenden werden in der Gudrunstraße 145, 1100 Wien angenommen:

nq.gudrunstrasse@samariterwien.at

Spendenkonto: Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs

Landesverband Wien, Wohnen und Soziale Dienstleistungen gGmbH

IBAN AT43 2011 1890 8900 2400.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Agnieszka Gornikowska
Mobil: +43 664 889 89 829
E-Mail: Agnieszka.gornikowska@samariterbund.net

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ARB0002