Indiens Mini-Corona-Paket lässt Arme im Stich

Jugend Eine Welt-Projektpartner befürchten schnellen Anstieg der Ansteckungszahlen und Hunger

Wien (OTS) - Österreich, mit einer Bevölkerung von rund 8,7 Millionen Menschen hat vor wenigen Tagen ein Corona-Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro geschnürt. Der indische Finanzminister Nirmala Sitharaman verlautbarte am 26. März ein Hilfspaket von nur 22,6 Milliarden Dollar (ca.20,5 Mrd. Euro). Es soll 1,3 Milliarden Menschen unterstützen, die seit Dienstag von der in der Geschichte der Menschheit größten Ausgangssperre betroffen sind und mithelfen, die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Doch in den Slums der indischen Großstädte ist „Social Distancing“ ein Ding der Unmöglichkeit. Experten sehen daher die Gefahr, dass 300 bis 500 Millionen Menschen angesteckt werden könnten.

„Gemeinsam mit unseren Don Bosco-Projektpartnern vor Ort sind wir in allergrößter Sorge um Millionen allerärmste Menschen, deren Überleben mit dem nun beschlossenen Mini-Hilfspaket ganz bestimmt nicht sichergestellt werden kann. Wir können nur hoffen, dass dieses nur ein erster Schritt ist und bald mehr Hilfe in Gang gesetzt wird“, so Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. „Zudem müssen Corona-Aufklärungsmaßnahmen vervielfacht werden. Leider sind auch unsere Projektpartner von den Ausgangssperren betroffen, sie müssten dringend die Möglichkeit erhalten, ihre Aufklärungsprogramme und die Verteilung von Schutzmasken, Seife und Desinfektionsmitteln fortzusetzen und auszuweiten sowie obdachlose Kinder und Jugendliche, die sich in einer besonders verzweifelten Situation befinden, bei sich aufzunehmen“.

Aktiv gegen Hunger und Ansteckung

Auch Hunger könnte in den kommenden Wochen ein riesiges Thema werden, befürchtet Jugend Eine Welt-Projektpartner Pater Tom Reji, Direktor eines Don Bosco Zentrums in Chandigarh. „Die von uns betreuten Familien leben in Elendsvierteln und sind Taglöhner. Sie haben kein Essen und kein Geld, leben auf engstem Raum zusammen und die Gefahr einer Ansteckung ist sehr hoch.“ Pater Tom und sein Team möchten so schnell wie möglich mit bereits gestarteten Corona-Aufklärungsmaßnahmen weitermachen und auch die Verteilung von Nahrungsmitteln, Desinfektionsmitteln, Seife und Schutzmasken fortsetzen. Schutzmasken sind allerdings unerschwinglich teuer geworden. „Deshalb brachten wir den Kindern und Frauen bei, wie sie selber Gesichtsmasken herstellen können,“ berichtet Pater Tom. Auch der Einsatz eines Medizinbusses, der regelmäßig in die Elendsviertel fährt, ist geplant.

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