SPÖ-Herr: Möglichkeit von Homeoffice auch nach Corona-Krise ausbauen und fördern

Wien (OTS/SK) - „Die Corona-Krise hat zehntausende Menschen zur Arbeit im Homeoffice gezwungen. Jetzt gilt es, diese Krise so rasch wie möglich zu überwinden. Doch die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause aus sollte auch in Zukunft stärker genutzt werden“, fordert SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr am Mittwoch. Sie verweist dabei auf die positiven Effekte: „Homeoffice als Alternative zur Arbeit im Büro entlastet nicht nur ArbeitnehmerInnen, sondern bedeutet auch mehr Klimaschutz.“ Wenn weniger oft in die Arbeit gependelt werden muss, sinkt die Zahl der Autofahrten und damit der CO2-Ausstoß. ****
Im Normallfall pendeln ca. 1,5 Millionen Menschen täglich in die Arbeit, dabei entstehen durch Autofahrten rund 2,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. „Berechnungen des ÖGB zur 4-Tage-Woche zeigen, dass ein Tag, den man/frau nicht in die Arbeit fahren muss, jährlich 250.000 Tonnen CO2 einspart.“ Das entspricht einem Prozent Einsparung des gesamten jährlichen CO2 Ausstoßes im Verkehrsbereich. „Ein ähnlicher Effekt kann vom Ausbau der Möglichkeiten zum Homeoffice erwartet werden“, erklärt die SPÖ-Abgeordnete. „Homeoffice sollte daher nicht nur Mittel in der Not sein, sondern ein fixer Bestandteil unserer Arbeitswelt werden. Die Verbindung von Bürozeiten und Homeoffice muss viel öfter von Unternehmen angeboten und gefördert werden“, fordert Herr.

Die Corona-Krise zeigt auch noch andere Wege, wie unsere Arbeitswelt umweltfreundlicher gestaltet werden kann. „Videokonferenzen sind ein praktischer Weg, um Termine abzuhalten und so Fahrten mit dem Auto oder gar Flüge zu vermeiden. Das schützt nicht nur das Klima, sondern spart auch noch Zeit“, so Julia Herr. In manchen Fällen könne durch Homeoffice auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden.

Negative Effekte dürfen jedoch ebenfalls nicht ausgeblendet werden:
„Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, kann das eine starke Belastung werden.“ Mit guten Rahmenbedingungen kann hier jedoch gegengesteuert werden. Auch ein ausschließlicher Umstieg auf Homeoffice wie aktuell in der Krise ist problematisch: „Der direkte Austausch mit Kollegen, Kolleginnen und Vorgesetzten kann fehlen. Auf einen guten Mix kommt es an“, so Herr abschließend. (Schluss) PP

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