Erste Corona-Woche kostet dem steirischen Einzelhandel 70 Millionen Euro Umsatz

Zu diesem Ergebnis kommt die KMU Forschung Austria. Spartenobmann Gerhard Wohlmuth: „Jetzt braucht es rasche und unbürokratische Hilfe."

Dieser Wert entspricht etwa 45 Prozent der Umsätze des letztjährigen Vergleichszeitraums“,
Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark
Das beginnt bei der Bedienung von Mieten und Krediten, wo viele nun finanzielle Unterstützung brauchen, bis hin zur Kurzarbeit, deren Regelungen im Zuge von Verhandlungen durch die WKO jetzt noch einmal deutlich im Sinne der Betroffenen verbessert werden konnten.“ 
Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark
In den kommenden Stunden wird unsere neue Plattform wko.at/steirischeinkaufen für online gehen, die wir als Sofortservice ins Leben gerufen haben“,
Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark
Bis dato haben sich fast 1500 Unternehmen eingeschrieben
Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark

Graz (OTS) - Österreich hat umfassende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gesetzt. In besonderem Maße treffen diese den Einzelhandel. Seit 16. März müssen hier sämtliche Geschäfte geschlossen halten. Davon ausgenommen sind im Handel lediglich der Lebensmittelhandel, Drogerien, Trafiken, der Bereich der Telekommunikation sowie Medizinprodukte, Heilbehelfe, Agrarhandel und der Verkauf von Tierfutter. Ebenso Ausnahmen gibt es für Lieferdienste, Onlinehandel und Tankstellen.

Die KMU Forschung Austria hat nun die ersten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für den steirischen Einzelhandel berechnet, und zwar für den Zeitraum 16. bis 22. März - also der ersten Woche der Corona-Maßnahmen. Als Ausgangsbasis dafür dienten die Umsätze des steirischen Einzelhandels im Gesamtjahr 2019. Mittels einer Saisonkurve (für Österreich) wurde jener Umsatz ermittelt, der üblicherweise zu dieser Jahreszeit erzielt werden kann. Im Laufe der letzten drei Jahre entfielen so durchschnittlich 8,2 Prozent des Jahresumsatzes auf den März. Dieser Umsatz wurde von der KMU Forschung Austria im Zuge der Berechnung auf die einzelnen Einkaufwochen herunter gebrochen. Demzufolge kann der Umsatzentgang der steirischen Geschäfte in der vergangenen Woche auf über 70 Millionen Euro (netto) geschätzt werden. „Dieser Wert entspricht etwa 45 Prozent der Umsätze des letztjährigen Vergleichszeitraums“, weiß Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel in der WKO Steiermark zu berichten. Er fordert darum rasche und unbürokratische Hilfe: „Das beginnt bei der Bedienung von Mieten und Krediten, wo viele nun finanzielle Unterstützung brauchen, bis hin zur Kurzarbeit, deren Regelungen im Zuge von Verhandlungen durch die WKO jetzt noch einmal deutlich im Sinne der Betroffenen verbessert werden konnten.“

1500 Unternehmen auf wko.at/steirischeinkaufen registriert

Unterstützung gibt’s aber auch auf einer anderen Ebene. „In den kommenden Stunden wird unsere neue Plattform wko.at/steirischeinkaufen für online gehen, die wir als Sofortservice ins Leben gerufen haben“, berichtet Wohlmuth. Betriebe, die ihre Waren online oder über ein telefonisches Bestell- und Zustellservice anbieten, können sich hier registrieren. „Bis dato haben sich fast 1500 Unternehmen eingeschrieben“, so Wohlmuth. Alle Infos: wko.at/steirischeinkaufen

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Wirtschaftskammer Steiermark
Mag. Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
(0316)601-652
mario.lugger@wkstmk.at

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