AKS ad Bildungsministerium: Schülerinnen und Schüler fordern Matura ohne Prüfungen!

AKS fordert Ersetzung der Matura-Prüfung durch Beurteilung aus Abschlussklasse, echte Vertretung und ein inklusives Bildungssystem.

Wien (OTS) - Am 23. März gab Bildungsminister Heinz Fassmann bekannt, dass die Matura um zwei Wochen verschoben und demnach am 18. Mai starten soll. Die Aktion kritischer Schüler_innen (AKS) fordert, dass alle Maturantinnen und Maturanten ihr Maturazeugnis erhalten sollen, ohne eine Prüfung abzulegen. Die Beurteilung soll sich dabei aus den bereits erbrachten Leistungen in der Abschlussklasse ergeben. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Noten verbessern wollen, soll ein freiwilliger Antritt zur Matura eine Möglichkeit sein.

Die AKS Bundesvorsitzende Noomi Anyanwu erklärt: „Dass ein Maturazeugnis auch ohne das Absolvieren einer ritualisierten Mega-Abschlussprüfung möglich ist, beweisen andere Länder wie etwa Deutschland. In einer Ausnahmesituation, was eine Pandemie ist, können und werden die Schulen nicht zentral handeln. Bereits jetzt gibt es Unterschiede, vor allem bezüglich der VWA bzw. Diplomartbeits-Präsentation.“

Miriam Amann, selbst Maturantin und AKS Mandatarin der LSV Vorarlberg berichtet: „In meinem Umfeld sehe ich E-Learning, das nicht inklusiv ist, fehlende Förderung für Personen aus sozioökonomisch schwachen Familien und vor allem überforderte und gestresste Schülerinnen und Schüler. Wir wollen faire Benotung, deshalb habe ich zur Petition aufgerufen. Außerdem fordern wir ein einheitliches E-Learning Programm seitens des Bildungsministeriums.“

„Während also der Bildungsminister verspricht, dass es »zu keiner Überlastungssituation« kommen wird und die Bundesschulsprecherin wieder einmal nur für den Elitenkreis der ÖVP-nahen Schülerunion spricht, anstatt eine echte Vertreterin der Schülerinnen und Schüler zu sein, sieht die Realität ganz anders aus. Mehr als 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler geben an, unter Leistungsdruck zu leiden. Magengeschwüre, Haarausfall und Depressionen sind nur einige Beispiele, wie sich Schulstress auf Schülerinnen laut Angaben in unserer Umfrage ausgewirkt hat. Die Schließung der Schulen bedeutet nicht automatisch das Ende von Leistungsdruck!“, stellt Anyanwu abschliessend klar.

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Aktion kritischer Schüler_innen
Rebeca Kling
Pressesprecherin
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E-Mail: rebeca.kling@aks.at
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