NEOS zu Faßmann: Auch in Krisenzeiten kein Kind zurücklassen

Martina Künsberg Sarre: „Lerndruck rausnehmen und gerechte Bedingungen für alle Kinder schaffen.“

Wien (OTS) - „Viele Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler haben sich so gut es geht auf die doch sehr massiven Änderungen im Schulalltag eingestellt“, sagt NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre in einer ersten Reaktion auf die von Bundesminister Heinz Faßmann präsentierte Umfrage zum Schulsystem in Zeiten der Corona-Krise. „Dennoch bleiben einige Fragen offen, die schnellstmöglich geklärt werden müssen. Sollte das Distance-Learning - so wie von Faßmann angedeutet - auch nach Ostern noch notwendig sein, braucht es rasche pragmatische, der aktuellen Situation entsprechende Lösungen, damit die Kluft zwischen den Schülerinnen und Schülern nicht noch weiter auseinander geht.“

Kein Kind zurücklassen

Konkret spricht Künsberg Sarre hier die unterschiedlichen Voraussetzungen im Homeschooling an: „In diesen herausfordernden Wochen gilt für uns NEOS umso mehr: Wir dürfen kein Kind zurücklassen. Es braucht gezieltere Überlegungen wie - unabhängig vom Vorwissen, dem Background und den Möglichkeiten der Eltern, die gerade versuchen, Job und Homeschooling unter einen Hut zu bekommen - alle Kinder dieselben Chancen erhalten. Das ist schon im normalen Schulalltag nicht passiert und jetzt noch weniger.“

Zudem sei es fraglich, so die NEOS-Bildungssprecherin, wie das Distance-Learning in die Mitarbeitsnote einfließen könnte, wenn die Voraussetzungen so unterschiedlich sind. „Viele Eltern sind jetzt damit beschäftigt, ihre Existenz zu sichern oder in systemrelevanten Berufen im Dauereinsatz. Das hat verständlicherweise Priorität. Hier den Lerndruck rauszunehmen wäre für viele sicherlich auch eine Erleichterung. Kinder haben viele offene Fragen und Ängste. Auch dafür sollte jetzt Zeit sein, um ihnen je nach Alter die Situation zu erklären und ihnen Sicherheit und Zuversicht zu geben. Das halte ich für wichtiger als am Lernstoff festzuhalten.“

Freiraum für aktuelle Entwicklungen schaffen

Darüber hinaus fordert die NEOS-Bildungssprecherin, den Lernstoff für das Schuljahr so gut es geht zu begrenzen: „Es wäre illusorisch zu denken, man könne nach der Krise so weitermachen wie davor. Die Kinder werden auch dann Zeit und Raum brauchen, um gemeinsam im Klassenverbund als auch einzeln die Ereignisse der vergangenen Wochen zu verarbeiten. Dafür werden auch mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen notwendig sein.“

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