Kärnten – Musikschulen ab Montag geschlossen – Berufsschüler verstärken Lebensmittelhandel

LH Kaiser: Lage ist todernst – Jede und jeder muss Verantwortung für sich und andere übernehmen – LR Schuschnig: Tun alles, um Versorgung sicherzustellen

Klagenfurt (OTS) - Kärnten setzt im Kampf gegen die rasche Ausbreitung des Coronavirus weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Sonntag, aus dem permanent tagenden Krisenstab heraus berichtet, werden alle 69 Kärntner Musikschulstandorte bereits ab Montag und nicht erst ab Mittwoch bis Ostern geschlossen. Außerdem wird, so Kaiser und Wirtschaftsreferent LR Sebastian Schuschnig, gerade an einer Verordnung gearbeitet, die es ermöglicht, dass Lehrlinge der Lehrberufe „Einzelhandel, Schwerpunkt Lebensmittelhandel“, „Einzelhandel, Schwerpunkt Feinkostfachverkauf“ sowie „Drogist“, „Großhandelskaufmann/Großhandelskauffrau“ und „Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz“ ab morgen, Montag, unterrichtsfrei gestellt werden, damit sie in diesen für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Geschäften mitarbeiten können. Weiter Lehrberufe könnten noch folgen.

Der Landeshauptmann unterstützt genau wie LR Schuschnig auch die heute bekannt gegebenen Entscheidungen der Bundesregierung für ein Versammlungsverbot und das Schließen von Sport- und Spielplätzen sowie die Anordnung, sämtliche Lokale, Bars, Restaurants ab Dienstag komplett zu schließen. „Viele Menschen in unserem Land verhalten sich in dieser für uns alle herausfordernden Extremsituation vorbildhaft und tragen die notwendigen harten Maßnahmen und Einschnitte mit. Als Landeshauptmann ist es mir wichtig, ihnen genauso wie allen anderen, die für die Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung und der öffentlichen Ordnung – von der Kassiererin im Supermarkt bis zu den Ärzten und Pflegern in unseren Spitälern und Heimen – meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Sie alle leisten Herausragendes. Gleichzeitig ergeht meine dringende Aufforderung an alle, die noch immer glauben, die Lage sei eh nicht so ernst und die durch ihre Weigerung, ihren Lebensstil anzupassen und soziale Kontakte zu vermeiden: Die Lage ist im wahrsten Sinne des Wortes todernst. Wir alle, jede und jeder Einzelne, hat nicht nur eine Verantwortung für sich selbst, sondern vor allem für unsere Mitmenschen, besonders für besonders gefährdete ältere und schwer kranke Menschen. Es ist unsere, es ist Ihre Pflicht, den vorgegebenen Maßnahmen Folge zu leisten. Nur gemeinsam können wir den Angriff dieses Virus auf uns stoppen. Unsere Abwehrkette ist nur so stark, wie das schwächste Glied dieser Kette. Kaffeekränzchen, Mannschaftstrainings, gemeinsames Feiern und dergleichen erhöht das Infektionsrisiko völlig unnotwendig. Bitte unterlassen Sie alles, was jetzt aus Gründen beruflicher Arbeit, zur Eigenversorgung mit Lebensmitteln oder um anderen zu helfen nicht unbedingt nötig ist. Jetzt ist die Zeit alles zu tun, damit diese schützende Solidaritätskette nicht nur Leichtfertigkeit und Unbedachtsamkeit Einzelner reißt“, macht Landeshauptmann Kaiser unmissverständlich deutlich.

Der Aufforderung schließt sich auch Landesrat Schuschnig an: „Die Versorgung ist gesichert, dafür sind wir alle in ständiger und enger Abstimmung mit der Bundesregierung. Im Gegenzug muss jede und jeder Einzelne auch alles tun, damit niemand in Gefahr gebracht wird. Jetzt ist die Zeit, um zusammenzustehen und als Team zu handeln. Ich möchte mich bei der Kärntner Bevölkerung und bei allen Menschen bedanken, die die verlässliche Versorgung sicherstellen und zum Wohle aller handeln.“

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