Hacker: Große Wiener Ausbildungsoffensive in Gesundheits- und Pflegeberufen

Schrittweiser Ausbau um 2.750 Plätze. Pflegeausbildung künftig zentral gesteuert. Zwei Standorte für Pilotprojekt mit Matura

Wien (OTS/SPW-K) - Stadtrat Peter Hacker kündigte bei der Klubtagung eine großangelegte Offensive Wiens zur Ausbildung von Fachkräften in Gesundheits- und Pflegeberufen an. Um den demografischen Entwicklungen und dem Personalbedarf gerecht zu werden, werdendie Ausbildungskapazitäten bis 2024 schrittweise um 2.750 Plätze erhöht. Statt aktuell 4.900 stehen dann 7.650 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
„Aktuell arbeiten in Wien bereits über 50.000 Menschen in Gesundheits- und Pflegeberufen. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Um die hohe Qualität der Versorgung auch weiterhin sicherzustellen, denken wir heute schonan morgen und übermorgen“, sagte Hacker. „Die Sozialdemokratie war und ist die federführende Kraft in der Gesundheits- und Pflegepolitik. Anders als für die ÖVP ist die Pflege für uns keine Privatsache. Wir haben die Konzepte für die notwendigen Weiterentwicklungenund die Ausbildung spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.“

Der Ausbau der Ausbildungsplätze in Gesundheits- und Pflegeberufen erfolgt in mehreren Etappen und umfasst folgende Bereiche:

ÄrztInnen in Ausbildung in KAV-Spitälern:
von derzeit 1.200 Ausbildungsplätzen auf 1.450 Plätze (+250)

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege:
von derzeit 1.300 Ausbildungsplätzen auf 2.300 Plätze (+1.000)

Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz:
von derzeit 1.100 Ausbildungsplätzen auf 1.800 Plätze (+700)

Medizinisch-therapeutisch-diagnostische Gesundheitsberufe und Hebammen:
von derzeit 1.300 Ausbildungsplätzen auf 2.100 Plätze (+800)

Wie Hacker weiter ausführte, wird die Pflegeausbildung in Wien künftig zentral gesteuert. Die drei größten Anbieter Wiener Krankenanstaltenverbund, Fonds Soziales Wien und FH Campus Wien bilden die Dachorganisation, die gemeinsam plant,steuert und entwickelt. Dadurch können die verschiedenen Angebote besser aufeinander abgestimmt, die Durchlässigkeit der Ausbildungsformen sichergestellt und das Recruiting der künftigen Fachkräfte optimiert werden.
„Pflege braucht konkrete Verbesserungen. Während andere nur Ankündigungen produzieren, schaffen wir Fakten. Verbesserte Rahmenbedingungen und eine höhere Qualität in der Ausbildung sind die Grundlage einer Aufwertung der Pflegeberufe unddie beste Imagekampagne“, so Hacker bei der Klubtagung.
Gestartet wird die Offensive mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen für Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz bei der AWZ Soziales Wien. Ab kommendem Schuljahr wird sich Wien zudem mit zwei Standorten am bundesweiten Pilotprojekt zur Pflege- ausbildung mit Matura beteiligen.
Der fünfjährige Schulversuch wird von der AWZ Soziales Wien in Kooperation mit der bafep 21 – Bildungsanstalt für Elementarpädagogik der Stadt Wien sowie der Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe der Caritas umgesetzt. Zeitgleichmit der Matura erwerben die SchülerInnen das Pflegefachassistenzdiplom. Damit ist garantiert, dass sie bei ihrem Abschluss – der erste Jahrgang wird 2025 abschließen – einen Job finden.

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