SPÖ-Klubtagung 2020 - Stadträtin Ulli Sima: Raus aus dem Asphalt! Neue geförderte Begrünungsmodule für die Bezirke

Umsetzung der 50 konkreten Klimaschutzmaßnahmen läuft – neue „Cooles Wien“-App für Hitzetage

Wien (OTS/SPW-K) - Zu Beginn des Jahres hat die Wiener SPÖ im Rahmen des Klimamanifestes den Klimaschutz-Turbo gezündet. Aktuell werden die fünfzig präsentierten, ganz konkreten Maßnahmen umgesetzt, die Wien zum europaweiten Vorbild wie auch zur Klimamusterstadt machen. Viele davon werden noch heuer fertiggestellt. Zentrale Themenfelder des umfassenden Klimaschutzmanifestes sind auch zusätzliche und neuartige Grünflächen in den Grätzeln, Cooling-Offensiven an Hitzetagen sowie der massive Ausbau der Fernkälte als ökologische Klimaanlagen.
„Wien schaut darauf, dass die Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen allen und überall in der ganzen Stadt zugutekommen. Für uns ist der Klimaschutz untrennbar und zentral mit sozialer Gerechtigkeit und Ausgewogenheit verbunden. Das kann und macht nur die SPÖ“, so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Klubklausur der SPÖ im burgenländischen Frauenkirchen. Wien hat schon heute die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf, die Stadt wird diesen erfolgreichen Weg weitergehen und soll so rasch als möglich CO2-neutral werden. „Zugleich braucht es adäquate Anpassungsmaßnahmen und Reaktionen auf die durch den Klimawandel bedingten städtischen Hitzeinseln, die vor allem im dichtverbauten Gebiet den Menschen zu schaffen machen“, betont Sima.

Raus aus dem Asphalt! Neue geförderte Begrünungsmodule für die Bezirke

Im Rahmen des im Vorjahr angekündigten 2,3 Mio. Euro-Förderpakets für die Bezirke werden bereits eine Vielzahl von Fassadenbegrünungen, Dach- und Innenhofbegrünungen realisiert. Die Stadt fördert 150 Grüne Häuser. Sie selber geht mit gutem Beispiel voran und begrünt selber jedes Jahr 10 städtische Fassaden, wie heuer etwa das Umspannwerk in der Kendlerstraße als auch das Stationsgebäude der Wiener Linien in der Spittelau.

8 Mio. hat die Stadt im Vorjahr für zusätzliche Baumpflanzungen bereitgestellt, um die Grünen Lungen Wiens noch weiter auszubauen. Doch nicht überall sind in einer Millionenstadt Baumpflanzungen möglich – aufgrund komplexer technischer Unterbauten für Strom, Gas, Wasserleitungen etc.
Hier geht die SPÖ nun neue Wege: In Absprache mit den Bezirken sollen dort, wo Baumpflanzungen unmöglich oder schlichtweg zu teuer sind, Asphaltflächen aufgebrochen und begrünt werden, um die Grätzl noch attraktiver zu machen. Es gibt 3 Module für die Bezirke für diese neuartigen Begrünungsmaßnahmen, sie werden mit 2,3 Mio. Euro unterstützt und werden schon in Kürze in Angriff genommen. Je nach Beschaffenheit der Flächen gibt es unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten, die ohne viel Aufwand dazu beitragen, die Grätzl bunter zu machen. Mit AnrainerInnen werden Kooperationen angestrebt, damit sie sich um die Pflege der neuen Grünflächen „vor ihrer Haustüre“ kümmern. Bei begrünten Baumscheiben funktioniere das schon sehr gut.

Cooling-Offensive für die nächste Hitzewelle

Neben dem intensiven Ausbau der Grünflächen – etwa mit 16 Hektar neuen Parks in den nächsten Jahren – sind „Sofortmaßnahmen“ an klimawandelbedingten Hitzetagen das Gebot der Stunde, um vor allem in dichtbebauten Gebieten und stark versiegelten Plätzen für Abkühlung zu sorgen. Nach Pilotversuchen im Vorjahr gibt es heuer eine groß angelegte Cooling-Offensive, mit 100 Nebelduschen, 100 „Sommerspritzern“ auf Hydranten, mit Spritzschläuchen, Wasservorhängen und weiteren Trinkbrunnen. Innerhalb von 250 Metern findet sich in der ganzen Stadt ein Trinkbrunnen mit Gratis-Wasser aus den Bergen. Für die 50 mobilen, 3 Meter hohen mobilen Trinkbrunnen, die zusätzlich eine Taste für Sprühnebel haben, wird ein Namenswettbewerb gestartet, ähnlich wie bei den Sprühnebeln auf Wasserhydranten im Vorjahr. Diese Erfindung der Wiener Wasserwerke wurde von den Wienerinnen und Wienern liebevoll „Sommerspritzer“ getauft. Auch völlig neuartige cooling Parks wie im Esterhazypark oder cooling Spots wie am Floridsdorfermarkt sowie neue attraktive Flächen am Wasser wie die schwimmenden Gärten am Donaukanal oder die weitere Attraktivierung des CopaBeach zur kostenlosen Nutzung aller sind ein aktiver Beitrag. Auf einer neuen App („cooles Wien“) werden im heurigen Sommer alle coolen Plätze der Stadt einfach abrufbar sein. Sie alle sind kostenlos nutzbar und natürlich öffentlich perfekt erreichbar.

Massiver Ausbau der Fernkälte als ökologische Klimaanlagen – 65 Mio. in den nächsten 4 Jahren

Die Stadt Wien setzt bei Wärmeversorgung schon seit langem auf die umweltfreundliche Fernwärme, schon heute spart die Fernwärme in Wien 1,5 Millionen Tonnen CO2 jedes Jahr. Künftig wird sie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. Aber nicht nur die Wärme wird öko, auch die Kälte: Die Stadt baut die Fernkälte massiv aus, bis 2024 werden ganze 65 Mio. Euro investiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Nutzung von Abwärme, die beim Verbrennen von Müll entsteht. Die Fernkälte ist gegenüber herkömmlichen Klimaanlagen um 70 % energieeffizienter und spart rund 50 % des CO2 ein. Versorgt werden Krankenhäuser, Bahnhöfe, Bürotürme, Hotels etc. Derzeit werden 2.500.000 m² Bürofläche, das sind ca. 250 Fußballfelder, mit Fernkälte über die aktuell 16 Fernkältezentralen in Wien klimatisiert. Aktuell wird ein Fernkältering um den Ring errichtet, die Fernkältezentrale Stubenring wird auf der Dominikanerbastei direkt unter dem Gebäude der Alten Post entstehen. Mit Hilfe von Wasser aus dem Donaukanal kühlt sie künftig Büros, Hotels, Geschäfte und Wohnungen mit einer Fläche von insgesamt 300.000 Quadratmetern. Mit ihrer Leistung von 15 Megawatt wird die Fernkältezentrale Stubenring umgerechnet rund 6.000 herkömmliche Klimageräte ersetzen.

Für Private gibt es seit letztem Herbst eine Förderung von Außenjalousien für Wohnhäuser mit bis zu 1.500 Euro, die Wohnbaustadträtin Katrin Gaal initiiert hat. „Am Weg zur Klimamusterstadt setzen wir in allen Bereichen entscheidende Schritte. In allen Ressorts inklusive einem Klimabudget. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass Wien noch cooler und lebenswerter wird – auch für die nächsten Generationen“, so Sima abschließend.

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