Kindergesundheit – Kucher: „Wer Kindern nicht genug Therapieplätze gibt, nimmt ihnen Chance auf ein gutes, gesundes Leben“

Wien (OTS/SK) - „In der Gesundheitsversorgung bröselt es an allen Ecken und Enden, weil die Sozialversicherung seit eineinhalb Jahren durch den ‚Fusionspfusch‘ gelähmt ist. Ganz besonders bitter ist das bei Therapien für Kinder. Wie drängend das Problem ist, zeigt heute die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendrechte auf“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher zum Bericht im „Ö1-Morgenjournal“ heute Morgen. Viele Kinder und Jugendliche kommen nicht zu den Therapieplätzen, die sie brauchen. Es gibt sehr lange Wartezeiten im Bereich der Logo-, Ergo- und Psychotherapie. „Hier darf man nicht länger zuschauen. Ein verspäteter Behandlungsbeginn führt bei Betroffenen zu mehr Leid und nimmt nicht nur den Kindern die Chance auf ein gutes und gesundes Leben, sondern verursacht auch dem Gesundheits- und Sozialsystem höhere Kosten“, so der SPÖ-Gesundheitssprecher. ****

Die SPÖ hat schon vor der Wahl ein Paket für Kindergesundheit geschnürt. „Und wir haben Anträge im Parlament dazu eingebracht. Gerade erst letzte Woche wurde von Türkis-Grün ein Antrag von mir zur besseren psychischen Versorgung wieder einmal vertagt“, ärgert sich Kucher über die Tatenlosigkeit der Regierungsparteien. „Das nimmt Kindern die Chance auf ein gutes und gesundes Leben“, so der SPÖ-Gesundheitssprecher.

Anstelle einer Ursachenbekämpfung, nämlich bereits im jungen Alter mittels Prävention den Grundstein für ein gesundes Heranwachsen und ein späteres Altwerden zu legen, widmet sich die Bundesregierung lieber einer philosophischen Debatte über eine Teiltauglichkeit. Klüger scheint es doch, das Augenmerk auf die gesundheitlichen Problemstellungen der Jugendlichen zu legen. Übergewicht, Sehschwächen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und psychische Probleme werden die nächsten Generationen weiterhin plagen, wenn nicht die Ursachen bekämpft werden. Ein ausschließliches Reagieren auf Symptome und Ausprägungen wird nichts ändern.

Die SPÖ will ausreichend kostenfreie Angebote im Bereich der Logo-, Ergo- und Psychotherapie; die Erweiterung des Mutter-Kind-Passes mit verpflichtenden Zahnarztbesuchen ab dem dritten Lebensjahr sowie gesundes Gratismittagessen für alle Kinder in Bildungseinrichtungen. „Die Selbstbeschäftigung der Kassen muss ein Ende haben und sie müssen sich wieder ihre Aufgabe, der Versorgung der Patientinnen und Patienten widmen. Denn die Weichen für eine gute Gesundheit werden im Kindesalter gestellt“, so Kucher abschließend. (Schluss) up/sl

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