Weltfrauentag: Bundesministerin Klaudia Tanner für mehr Chancengleichheit und höheren Frauenanteil

Tanner: „Wir sind am richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel!“

Wien (OTS) - Am 8. März ist Weltfrauentag – Das Bundesministerium für Landesverteidigung nutzt diesen Anlass, um das Thema „Frauen beim Bundesheer“ in den Mittelpunkt zu stellen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist an diesem Tag besonders stolz die erste Frau an der Spitze im Verteidigungsressort zu sein:

„Seit fast 100 Jahren kämpfen Frauen für Gleichberechtigung und Wertschätzung. Das Bundesheer bietet jungen Frauen interessante berufliche Perspektiven und ist Vorreiter im Bereich Gleichbehandlung. Zwischen Kameradin und Kamerad gibt es keine Unterschiede. Beide haben die gleichen Chancen und bekommen die gleiche Bezahlung. Für jeden stehen unterschiedlichste Karrierepfade offen. Trotzdem sind wir noch lange nicht am Ziel angelangt. Ich kann aber mit Stolz sagen, dass wir uns am richtigen Weg befinden“, so die Verteidigungsministerin.

Um auch weiterhin die notwendigen Schritte setzen zu können, unterzeichnete Klaudia Tanner diese Woche den aktuellen ‚Frauenförderungsplan 2020-2023‘ des Verteidigungsministeriums. Der Frauenförderungsplan des BMLV ist ein Instrument, um den schrittweisen Abbau von Ungleichbehandlungen von weiblichen Bediensteten zu unterstützen und der Unterrepräsentanz von weiblichen Zivilbediensteten sowie von Soldatinnen im BMLV zielorientiert und nachhaltig entgegen zu wirken.

Für die Erhöhung sollen beispielsweise „Bewerberinnen, die für die angestrebte Funktion gleich geeignet sind wie der bestgeeignete Mitbewerber“ bei der Auswahl den Zuschlag bekommen. Weiters möchte die Bundesministerin die Chancengleichheit stärken, indem Voraussetzungen geschaffen werden, die es Teilzeitbeschäftigten ermöglichen mit Leitungsfunktionen betraut zu werden. Für Bedienstete mit Betreuungspflicht sollen Teilzeitarbeit oder flexible Arbeitszeit im Rahmen des Dienstbetriebes geprüft und zugelassen werden. Ebenso soll der Bedarf an Kinderbetreuung laufend optimiert und evaluiert werden. Bisher konnte das Österreichische Bundesheer in Sachen Kinderbetreuung und Familie schon einiges erreichen: 2009 wurde das Pilotprojekt zur „temporären Kinderbetreuung in den Sommerferien“ beim Jägerbataillon 18 in St. Michael eingeführt; als erster Verband des Bundesheeres wurden sie dafür heuer mit dem staatlichen Gütezeichen als ‚familienfreundlicher Arbeitgeber‘ ausgezeichnet. Seit 2010 sind bundesweit temporäre Kinderbetreuung in den Sommerferien möglich. Neben bisher getätigten Rekrutierungsmaßnahmen soll auch die Werbung für Frauen, die am Beruf „Soldatin“ interessiert sind, intensiviert werden. Weiters soll die Einführung einer App Einsteigerinnen dabei helfen, sich auf Herausforderungen des Berufes „Soldatin“ sowie körperliche Leistungserfordernisse vorzubereiten.

Frauenanteil
Das Bundesministerium für Landesverteidigung hat zum aktuellen Stand im Jahr 2020 insgesamt 2.293 zivile Frauen (Frauenanteil rd. 28%). Davon sind 41 Verwaltungspraktikantinnen und 78 weibliche Lehrlinge. Erfreulicherweise steigt seit den letzten Jahren der Frauenanteil bei den Soldatinnen stetig: Im Jahr 2010 konnte das Bundesheer 364 Frauen beim Heer verzeichnen. Heuer sind es bereits 676 Soldatinnen (rd. 4% Frauenanteil) beim Bundesheer. Davon befinden sich derzeit 593 Frauen in einem Dienstverhältnis, 76 Soldatinnen im Ausbildungsdienst und sieben Frauen im Auslandseinsatz. Die meisten Frauen sind als Unteroffiziere tätig (260). Allein heuer musterten insgesamt 745 Unteroffiziere mit dem Dienstgrad Wachtmeister beim Bundesheer aus, davon 59 Frauen (ca. 8%). Der derzeit höchste Rang bei weiblichen Offizieren ist der Dienstgrad „Brigadier“, insgesamt zwei Frauen sind in diesem Rang. Die Dienstelle mit dem höchsten Frauenanteil beim Bundesheer ist das Militärhundezentrum (rd. 60%). Insgesamt liegt der Frauenanteil beim Österreichischen Bundesheer bei rund 12% (zivile Bedienstete und Soldatinnen).

Weitere Informationen finden Sie unter soldatin.bundesheer.at.

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