ÖÄK-Mayer an Wurzer: Spitäler werden nicht Unterversorgung kompensieren

Leistungen aus dem niedergelassenen Bereich zu übernehmen sei nicht die Aufgabe von Spitalsambulanzen, sagt ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer.

Wien (OTS) - „Der erneute Wunsch, mehr Patientinnen und Patienten in den Spitalsambulanzen zu betreuen als bisher macht den Vorschlag von ÖGK-Generalsekretär Bernhard Wurzer nicht überlegter“, kritisiert Harald Mayer, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte. „Die Unterversorgung im niedergelassenen Bereich darf nicht auf dem Rücken der Spitalsärzte ausgetragen werden“.

Die Aufgabe von Spitalsambulanzen sei „gesetzlich klar geregelt“, „und die Verschiebung von Leistungen aus dem niedergelassenen Bereich in die Spitäler fällt nicht darunter“, sagt er. Vorsorgeuntersuchungen seien Aufgabe von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und können dort günstiger erbracht werden.

Zudem seien Wurzers Pläne zu unkonkret: „Woher kommen die zusätzlichen Spitalsärzte und wie soll die genaue Finanzierung erfolgen?“. Wenn es so einfach sei, Ärztinnen und Ärzte zusätzlich – insbesondere zu Randzeiten – anzustellen, dann solle zuerst der niedergelassene Bereich soweit ausgebaut werden, dass eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt sei. „Im Regierungsprogramm ist nicht umsonst von einer wohnortnahen Versorgung durch Kassenärzte die Rede“, sagt Mayer.

Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, verweist auf das drohende Milliardenminus der ÖGK und appelliert einmal mehr: „Wir benötigen die versprochene Patientenmilliarde, um ausreichend Kassenärzte zu haben - nicht eine Verlagerung der Leistungen in die Spitäler“. (sni)

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