Volkshilfe: „Frauenarmut ist kein Naturgesetz“

Fenninger fordert rasch umfassendes Armutsbekämpfungspaket statt Blumen und leere Bekenntnisse

  • Es ist kein Geheimnis: Altersarmut ist weiblich. Aber sie ist kein Naturgesetz, ein umfassendes Armutsbekämpfungspaket kann nachhaltig Abhilfe schaffen. Die Zeit ist dafür ist überreif, die Forderungen der ExpertInnen liegen am Tisch. Statt 365 Tage Politik für Konzerne zu betreiben und am 8. März Blumen zu verteilen, soll die Politik endlich die notwendigen Reformschritte setzen um Frauenarmut abzuschaffen
    Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich
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  • Für diese Ungleichheit gibt es keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung: sie liegt in den jahrzehntelangen Versäumnissen der Politik, die das Leben von Frauen maßgeblich prägen und zu Armut im Alter führen. Gegenrezepte wie der flächendecken Ausbau von Kinderbetreuungsreinrichtungen, Ganztagsschulen oder Tageszentren für Pflegebedürftige und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sind längst bekannt. Die Politik muss sich einfach durchringen und die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen statt Konzernen Steuergeschenkte zu bereiten und am 8. März zu leeren Bekenntnissen auszurücken
    Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich
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Wien (OTS) - Wien (OTS) - „Es ist kein Geheimnis: Altersarmut ist weiblich. Aber sie ist kein Naturgesetz, ein umfassendes Armutsbekämpfungspaket kann nachhaltig Abhilfe schaffen. Die Zeit ist dafür ist überreif, die Forderungen der ExpertInnen liegen am Tisch. Statt 365 Tage Politik für Konzerne zu betreiben und am 8. März Blumen zu verteilen, soll die Politik endlich die notwendigen Reformschritte setzen um Frauenarmut abzuschaffen“, mahnt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, anlässlich des Internationalen Frauentages.****

Frauen sind signifikant stärker von Armut betroffen als Männer, das gilt insbesondere für alleinstehende Frauen, Alleinerzieherinnen und ältere Frauen. Altersarmut von Frauen ist besonders alarmierend: die mittlere monatliche Alterspension der Frauen ist mit 982 Euro beinahe halb so gering wie die Alterspension der Männer mit 1.953 Euro. „Für diese Ungleichheit gibt es keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung: sie liegt in den jahrzehntelangen Versäumnissen der Politik, die das Leben von Frauen maßgeblich prägen und zu Armut im Alter führen. Gegenrezepte wie der flächendecken Ausbau von Kinderbetreuungsreinrichtungen, Ganztagsschulen oder Tageszentren für Pflegebedürftige und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sind längst bekannt. Die Politik muss sich einfach durchringen und die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen statt Konzernen Steuergeschenkte zu bereiten und am 8. März zu leeren Bekenntnissen auszurücken“, appelliert der Volkshilfe-Direktor.

„Auch wir Männern müssen umdenken“

Frauen übernehmen den größeren Teil der Kinderbetreuung und stellen Dreiviertel aller pflegenden Angehörigen. „Das heißt im Umkehrschluss auch, Männer müssen sich an diesen wichtigen Aufgaben stärker beteiligen. Die Politik muss die Bedingungen für Halbe-Halbe verbessern, aber auch wir sind gefragt, umzudenken“, erinnert Fenninger abschließend. (Schluss)

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