Ehrliche Frauenpolitik statt rassistischer Nebelgranaten

Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) nimmt bevorstehenden Frauentag zum Anlass um neuen Jahresschwerpunkt "empowHer" vorzustellen

  • Wir sehen es als unsere staatsbürgerliche Pflicht, uns mit unserer langjährigen, fachlichen Expertise in diesen irregeleiteten Diskurs einzuschalten und sinnvolle Lösungsansätze zu bieten
    Bouchra Ikherrazene, MJÖ
    1/3
  • Muslimische Frauen wollen nicht gerettet werden, sie wollen arbeiten!
    Aysenur Sümer, MJÖ
    2/3
  • Zur nachhaltigen Änderung patriarchaler Strukturen ist es notwendig, dass das Frausein und das Mannsein in unserer Gesellschaft an sich reflektiert wird. Starke Frauen alleine sind nicht genug. Es braucht auch emanzipierte Männer.
    Derai Al Nuaimi, MJÖ Wien
    3/3

Wien (OTS) - Frauen in unserem Land sind mit Übergriffen, Benachteiligungen am Arbeitsplatz, Schlechterbezahlung und Arbeitsteilung entlang von Geschlechtergrenzen konfrontiert. Dazu kommen Altersarmut, häusliche und sexualisierte Gewalt sowie schädliche und sexistische Rollenbilder, denen bereits die Jüngsten ausgesetzt sind.
Politisch wird so getan, als könne man mit einer sexistischen und rassistischen Bekleidungsvorschrift, alle Hürden auf dem Weg zur Gleichstellung überwinden.

Für die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) stellen Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung seit ihrer Gründung Grundpfeiler ihrer Arbeit dar: „Wir sehen es als unsere staatsbürgerliche Pflicht, uns mit unserer langjährigen, fachlichen Expertise in diesen irregeleiteten Diskurs einzuschalten und sinnvolle Lösungsansätze zu bieten“, so Projektleiterin Bouchra Ikherrazene.

„Muslimische Frauen wollen nicht gerettet werden, sie wollen arbeiten!“, führt Sprecherin Aysenur Sümer aus. Weiter: „Es braucht eine Frauenpolitik, die an den strukturellen Gründen arbeitet, die überhaupt dazu führen, dass Frauen in schlechteren Jobs und für schlechtere Bezahlung arbeiten während Männer auf den Rücken von Frauen Karrieren und Pensionen aufbauen.“

Derai Al Nuaimi, Vorsitzender der MJÖ-Wien meint: „Zur nachhaltigen Änderung patriarchaler Strukturen ist es notwendig, dass das Frausein und das Mannsein in unserer Gesellschaft an sich reflektiert wird. Starke Frauen alleine sind nicht genug. Es braucht auch emanzipierte Männer.“

Wir schaden den Frauen in unserem Land, wenn jedes Problem kulturalisiert und mit einem defizitären Blick auf eine Gruppe reduziert wird. Und wir schaden muslimischen Frauen, wenn ihnen innermuslimisch nicht mehr Platz und Stimme gegeben wird.
Österreichs Frauen haben besseres verdient,“ so Ikherrazene zum Abschluss.

Mehr Infos & Presseunterlagen auf:

https://www.mjoe.at/projekte/empowher/

Rückfragen & Kontakt:

Muslimische Jugend Österreich

Bouchra Ikherrazene, Pressesprecherin
Mobil: 0677 61608346
Email: presse@mjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0012