Denkmalschutz und nachhaltige Baukultur: Staatssekretärin Lunacek eröffnet Monumento und besucht „Klein Amerika“ in Salzburg

Wien/Salzburg (OTS) - Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek eröffnete heute die Denkmalpflege-Messe MONUMENTO 2020, die in diesem Jahr unter dem Motto YESTERDAY TODAY TOMORROW steht. Sie ist eine Plattform für die aktive Gestaltung des internationalen Diskurses, der internationalen Vernetzung und Vermittlung in den Bereichen Kulturerbe, Denkmalpflege, Restaurierung, Konservierung, Altbausanierung und Handwerk.

„Restaurieren und revitalisieren ist eine Investition in nachhaltige Entwicklung. Wenn wir uns um das (bau)kulturelle Erbe kümmern und dabei stets den Ausgleich zwischen sozialen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Zielsetzungen suchen, leisten wir einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität der Menschen, zur Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Österreich und zur Umsetzung der baukulturellen Leitlinien des Bundes. Wir erinnern an die Vergangenheit und schaffen damit Zukunft“, so Staatssekretärin Lunacek in ihrer Eröffnungsrede.

Zuvor besuchte die Staatssekretärin „Klein Amerika“ – USFA Wohnhaussiedlung in der General-Keyes-Straße in Salzburg. Die seit 2017 unter Denkmalschutz stehende USFA-Wohnhausanlage wird in erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Bundesdenkmalamt, Stadt Salzburg und einem privaten Immobilienentwickler saniert, restauriert und nachverdichtet.

„Was das Gebäudeensemble besonders ausmacht, ist neben der Erhaltung einer Denkmalanlage die gelungene Integration neuer Architektur und die Entwicklung von qualitätsvollem Wohn- und Grünraum – und das in gutem Zusammenspiel aller Beteiligten“, so Staatssekretärin Lunacek beim Besuch der USFA Wohnhausanlage. „Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Baukultur. Zum Schutz des kulturellen Erbes und zur Schaffung qualitätsvollen Lebensraums wurden Kooperation hier großgeschrieben und hohe Qualitätsmaßstäbe angelegt.“

Die in den 1950er Jahren im Auftrag der amerikanischen Streitkräfte durch Salzburger Firmen errichtete Wohnhausanlage setzte in Salzburg in der Nachkriegsmoderne neue Wohnkultur-Standards – nicht zuletzt, was die großzügigen Wohnungsgrundrisse anbelangt. Heute ist die Wohnhausanlage ein wegweisendes Beispiel für einen bewusst nachhaltigen und zukunftsorientierten Umgang mit Bestandsbauten. Die anspruchsvolle Frei- und Grünraumgestaltung sowie die sorgfältige Weiterentwicklung des Baubestandes schaffen Wohnraum für kommende Bewohner*innen-Generationen.

Mit der Restaurierung und Revitalisierung der Wohnhausanlage „Klein Amerika“ in Salzburg konnten gleich mehrere Ziele der aktuellen österreichischen Baukulturstrategie im Sinne der Baukulturellen Leitlinien des Bundesund des Dritten Österreichischen Baukulturreportssowie des Kulturentwicklungsplans des Landes Salzburgverwirklicht werden: Restaurieren und Revitalisieren

  • steigern Lebens- und Wohnqualität sowie Zufriedenheit der Bewohner*innen (Leitlinie 7, 8)
  • tragen zu einer nachhaltigen bzw. ressourcenschonenden Entwicklung / Transformation bei, in dem unter Denkmalschutz stehende Siedlungsstrukturen und Objekte bewusst für die Schaffung von Wohnraum genutzt werden – Ausgleich zwischen sozialen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Zielsetzungen (Leitlinie 5)
  • gelingt in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Bundesdenkmalamt, Stadtplanung, Private (Leitlinie 20)
  • zeitgemäßen Weiterentwicklung historischer Bausubstanz (Leitlinie 7)
  • sind wichtige Themen für Gestaltungsbeiräte: taugliches Instrument, um öffentliche, privatwirtschaftliche und baukulturelle Interessen in Einklang zu bringen (Leitlinie 11)
  • schaffen zudem Wertschöpfung bzw. werten den Wirtschaftsstandort Österreich auf

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Mag. Heike Warmuth
Pressesprecherin der Staatssekretärin für Kunst und Kultur
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