Glücksspiel – Holzleitner und Schieder fordern gemeinsame EU-Regeln für Online-Games

„Enormes Suchtpotential durch verstecktes Glücksspiel“ – „EU gefordert für einheitliche Mindeststandards vor allem zum Jugendschutz“

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ macht einmal mehr Druck für schärfere Regeln für das Online-Glücksspiel – in Österreich und auf EU-Ebene. Aktuell gibt es dazu eine Initiative im Europaparlament von sozialdemokratischen Abgeordneten, darunter SPÖ-EU- Delegationsleiter Andreas Schieder, die sich für einheitliche EU-weite Mindeststandards und Regeln für das Online-Glücksspiel einsetzt. In Österreich fordert dies SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner schon seit längerem für Lootboxen, also verstecktes Glücksspiel in Online-Games. „Das Glücksspiel ist im 21. Jahrhundert angekommen, unsere Regelungen noch nicht“, sagt Schieder. Und Holzleitner verweist auf „das enorme Suchtpotential für Kinder und Jugendliche“. ****

Sozialdemokratische EU-Abgeordnete aus verschiedenen Ländern – darunter SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder – fordern in einem Schreiben an den zuständigen Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton die EU-Kommission auf, einen Rechtsrahmen für das Online-Glücksspiel sowie für dessen Werbung zu erarbeiten. Zwar gab es schon EU-Initiativen in diesem Bereich – u.a. erarbeitete eine ExpertInnengruppe Vorschläge zum Thema und die EU-Kommission veröffentlichte Empfehlungen. Allerdings sind die Regelungen in den EU-Ländern noch immer sehr unterschiedlich. Schieder plädiert deshalb für einheitliche Vorgaben: „Wir wollen einen starken digitalen Binnenmarkt – ein solcher braucht aber auch harmonisierte Regeln mit Mindeststandards, die vor allem die besonders gefährdeten Gruppen wie Jugendliche schützen“, so Schieder.

Holzleitner unterstützt die Forderung der EU-Abgeordneten. Vor allem brauche es auch Regelungen für Minderjährige bei den so genannten Lootboxen. Das sind virtuelle „Kisten“, die mit realem Geld gekauft werden und eine zufällige Sammlung bestimmter Items, zum Beispiel Waffen und spezielle Gegenstände, enthalten. Da diese Lootboxen mit ihren virtuellen Gegenständen die Möglichkeiten und Chancen der SpielerInnen im Game erweitern, besteht enormes Suchtpotential, solche zu kaufen. Holzleitner fordert deshalb auch in Österreich dringend Regelungen, die von Präventivmaßnahmen, Information und Beratung bis hin zu einem Verbot von Lootboxen für Minderjährige gehen können. Vorbilder gebe es dafür innerhalb der EU, beispielsweise in Belgien und den Niederlanden, „aber Österreich schläft hier noch immer“. (Schluss) bj/ah

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