FPÖ – Kaniak zu Coronavirus: Aktuelles Vorgehen der schwarz-grünen Regierung ist zögerlich und halbherzig

Heutige Stellungnahme des Gesundheitsministers hätte schon vor vier Wochen erfolgen müssen

Wien (OTS) - „Normal ist es Usus, einer neuen Bundesregierung 100 Tage Schonzeit einzuräumen, aber das aktuelle Vorgehen der Koalition in der Corona-Krise ist zögerlich, halbherzig und war vor allem in der Anfangsphase unprofessionell. Gerade diese Umstände machen es mir daher sehr schwer, diese übliche Schonzeit zu gewähren. Es herrschte offensichtlich in der Regierung die Devise ausschließlich zu reagieren, anstatt ordentlich zu agieren und die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig zu treffen“, sagte heute der FPÖ-Gesundheitssprecher NAbg. Mag. Gerhard Kaniak zu den Erklärungen des Gesundheitsministers und des Innenministers im Nationalrat.

„Ich sehe aktuell keine übermäßige Gefährlichkeit von dem derzeit kursierenden Coronavirus, aber gefährlich ist vielmehr die mangelhafte und zögerliche Informationspolitik vonseiten der Bundesregierung. Nicht nur die Öffentlichkeit auch das Parlament und die Gesundheitssprecher mussten sehr lange auf konkrete Informationen von öffentlicher Seite warten“, kritisierte der FPÖ-Gesundheitssprecher.

„Die heutige ausführliche Stellungnahme des Gesundheitsministers hätte aber schon vor vier Wochen erfolgen müssen, nachdem die ersten Verdachtsfälle in Österreich auftraten. Mit dieser Vorgangsweise trägt die Regierung eine Mitverantwortung daran, dass die Medien diese Lücke mit Spekulationen, Halbwahrheiten und Unwissenheit gefüllt haben. Ebenso hat die Einrichtung einer kostenlosen Telefon-Hotline über einen Monat nach den ersten Verdachtsfällen gedauert“, so Kaniak.

Kritik übte der freiheitliche Gesundheitssprecher auch an den Maßnahmen der Regierungsverantwortlichen gegenüber Reisenden aus Epidemie-Gebieten. „Fiebermessungen und eine ärztliche Meldepflicht kann ich nur als Placebo-Maßnahmen bezeichnen, denn damals haben wir schon gewusst, dass die Inkubationszeit mindestens zwei Wochen beträgt und dass bereits ohne Symptome Infizierte ansteckend sein können.“

„Es ist ein reines Glück und nicht ein Erfolg des Krisenmanagements von Gesundheitsminister Anschober, dass wir bis heute nicht mehr Infektionsfälle in Österreich haben. Ich hoffe daher, dass das weitere Vorgehen besser mit den Experten – vor allem aus dem Ressort Anschobers – abgestimmt wird. Auch muss eine ausreichende und frühzeitige Vorsorge für einen möglichen größeren Ausbruch dieser Krankheit getroffen werden. Ich hoffe aber, dass dieser Fall nicht eintreten wird“, betonte Kaniak, der einen Entschließungsantrag einbrachte, indem die Regierung aufgefordert wird, in Zukunft bessere und vollständigere Informationen an die Bevölkerung und an das Parlament zu geben.

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