Dritte Flughafenpiste in London vor Gericht gescheitert: WWF fordert Stopp für klimaschädliche Großprojekte auch in Österreich

Britisches Berufungsgericht entscheidet aus Klimaschutzgründen gegen dritte Piste in London-Heathrow – Bahnbrechtendes Urteil muss auch für Österreich ein lauer Weckruf sein

Neue Flughafen-Erweiterungen, Autobahnen und Schnellstraßen schaden dem Klima und bremsen die Mobilitätswende. Daher braucht es dringend einen unabhängigen und verpflichtenden Klimacheck, der klimaschädliche Fehlinvestitionen in Zukunft verhindert.
Karl Schellmann, Klimasprecher WWF Österreich

Wien, London (OTS) - Gute Nachrichten aus Großbritannien: Die geplante dritte Piste am Flughafen London-Heathrow darf laut Berufungsgericht nicht gebaut werden, weil das Projekt weder mit den Klimaschutz-Verpflichtungen der Regierung noch mit dem Pariser Klimaschutzabkommen vereinbar sei, wie der GUARDIAN berichtet. „Das muss auch für ein Österreich ein lauter Weckruf sein. Neue Flughafen-Erweiterungen, Autobahnen und Schnellstraßen schaden dem Klima und bremsen die Mobilitätswende. Daher braucht es dringend einen unabhängigen und verpflichtenden Klimacheck, der klimaschädliche Fehlinvestitionen in Zukunft verhindert. Auch der Bau der in Österreich bereits durchgeboxten dritten Piste muss von Politik und Flughafen nochmals überdacht werden“, fordert WWF-Klimasprecher Karl Schellmann anlässlich des bahnbrechenden Urteils. "Gerade angesichts der von der Bundesregierung angekündigten Klimaneutralität bis 2040 braucht es in allen Bereichen eine echte Trendwende."

„Österreich ist gerade im Verkehr meilenweit von seinen Klimazielen entfernt. Daher muss auch der Generalverkehrsplan einer Strategischen Umweltprüfung mit einer Klima- und Umweltcheck-Bewertung unterzogen und überarbeitet werden“, fordert Schellmann. Darüber hinaus erwartet der WWF Österreich von der Bundesregierung eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems und einen raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Das gesamte System muss konsequent auf Klimaschutz und Energiesparen ausgerichtet werden. Ansonsten drohen milliardenschwere Strafzahlungen beim Verfehlen der Klimaziele“, warnt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann.

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