Stadt Wien lässt den Geist des Life Balls weiterleben

Erhöhung der Förderung für Aidshilfe-Vereine, Ausbau der Aids-Forschung und Aufwertung des Regenbogen-Monats Juni

Wien (OTS) - Zum großen Bedauern vieler langjähriger Wegbegleiter wurde im letzten Jahr verkündet, dass der Life Ball 2019 der letzte sein würde. Ein besonderer Dank gilt dem Erfinder und langjährigen Organisator des Life Balls: „Gery Keszler hat über viele Jahre mit unermüdlichem Engagement und großem Erfolg dieses wundervolle Projekt aufgebaut und vorangetrieben“, betont Finanzstadtrat Peter Hanke, der für die jährliche Förderung des Life Balls zuständig war.

Die Stadt Wien hat das einzigartige Charity-Event im Kampf gegen AIDS von der ersten Auflage im Jahr 1992 unterstützt und die Veranstaltung im Rathaus ermöglicht. Es war daher klar, dass auch nach dem Ende des Life Balls dessen Geist weiterleben sollte. Die Stadt Wien hat sich daher entschlossen, die bisherige finanzielle Unterstützung für den Life Ball auch in Zukunft für diese wichtige Sache zu verwenden. Stadtrat Peter Hanke: „Wir bleiben dem Geist des Life Balls treu. Daher erhöhen wir die Förderung der Aidshilfe-Organisationen und positionieren Wien noch stärker in der Aids-Forschung.“

Das betrifft die Wiener Stadtregierung in den verschiedensten Ressorts – von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker über das Finanzressort bis zu Antidiskriminierungs-Stadtrat Jürgen Czernohorszky:

1. Direkte Unterstützung der Aids Hilfe Wien und anderer relevanter Organisationen

Die Stadt Wien unterstützt die im Bereich HIV/Aids tätigen Vereine bereits jetzt mit einer Förderung von 840.000 Euro jährlich. Um den Ausfall von Einnahmen aus dem Life Ball zu kompensieren, wird die Stadt diese Förderung um 200.000 Euro auf über eine Million Euro erhöhen. Zudem wird die Stadt Wien eine Roadmap für die langfristige finanzielle Sicherung dieser wichtigen Organisationen erstellen.

2. Unterstützung von Aids-Forschung

Als Forschungsstandort mit einem erfolgreichen Life Science Sektor ist Wien in einer idealen Position, um die Forschung im Bereich HIV/Aids zu unterstützen und die Vernetzung zwischen universitärer und privater Forschung, sowie medizinischen und sozialen Institutionen strategisch zu verbessern. Wien wird daher in internationalen Forschungsnetzwerken positionieren und einen Forschungskongress ins Leben rufen, um sich noch stärker im Bereich der Aids-Forschung zu engagieren. Ein Betrag in Höhe von rund 150.000 Euro wird dafür bereitgestellt.

3. Aufwertung des Regenbogenmonats Juni und Unterstützung der Wiener LGBTIQ-Community

Anlässlich der 25. Regenbogenparade im Juni 2020 wird der gesamte Monat Juni im Zeichen von Vielfalt und Akzeptanz stehen. Nach der EuroPride setzt Wien erneut ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Stigmatisierung. Die Regenbogenhauptstadt Wien wird dieses Jubiläum für Solidarität, Menschenrechte und Vielfalt organisatorisch und finanziell mit einem Betrag von 300.000 Euro unterstützen.

4. Aufklärung und Unterstützung zum Thema Verhütung

An einem „Tag der sexuellen Gesundheit“ wird eine Vielzahl von Angeboten zu den Themen Gesundheitskompetenz, Verhütung und sexuelle Gesundheit für Jugendliche und junge Erwachsene bereitgestellt. Ein Budget von 150.000 Euro steht zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Nikolai Moser
Mediensprecher Stadtrat Peter Hanke
+43 1 4000 81218
nikolai.moser@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0006