Equal Pay Day am 25. Februar macht auf Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam

LR Teschl-Hofmeister: Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 15,2 Prozent weniger als Männer

St. Pölten (OTS/NLK) - Laut aktueller Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria haben Frauen ein um 15,2 Prozent geringeres Einkommen als Männer. „Umgerechnet bedeutet dies, dass in Österreich Frauen um 56 Tage mehr arbeiten müssten, um genauso viel zu verdienen wie Männer – gemessen an ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung. Das entspricht dem Zeitraum von Jahresbeginn bis 25. Februar, den Frauen quasi unbezahlt arbeiten“, führt Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister diesbezüglich aus.

Zwar hat sich in den letzten Jahren schon einiges getan, der Equal Pay Day verdeutlich aber die teils immer noch großen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. „Dies liegt nicht zuletzt auch an der Berufswahl, denn technische oder handwerkliche Berufe etwa, die immer noch vorwiegend von Männern ausgeübt werden, sind deutlich höher bezahlt als frauendominierte Berufsfelder wie Einzelhandel, Frisörin oder Bürokauffrau“, führt die Landesrätin im Hinblick auf die rund 100 Lehrberufe, die in Niederösterreich gewählt werden können, aus.

Das Land Niederösterreich setzt daher Initiativen, um junge Mädchen an Pflichtschulen auch an technische Berufe heranzuführen und verschiedenste Ausbildungswege aufzuzeigen, die nicht den herkömmlichen Rollenklischees entsprechen. „Wir möchten mit Aktionen wie dem ‚Girls Day‘, ‚HTL4girls‘ und ‚TechDatings‘ jungen Mädchen zeigen, dass es sich auf lange Sicht lohnt, technische oder handwerkliche Berufsfelder in Betracht zu ziehen. Denn bereits in der Lehrzeit macht sich hier ein deutlicher Unterschied in der Bezahlung bemerkbar“, so Teschl-Hofmeister.

„Da der Einkommensunterschied auch darauf zurückzuführen ist, dass Frauen eher Teilzeitbeschäftigungen nachgehen als Männer – sei es zur Kindererziehung oder auch zur Pflege von Angehörigen – spreche ich außerdem das Pensionssplitting an, in dem der Ehemann einen Teil seiner zukünftigen Pension seiner Frau zukommen lassen kann. Ich halte das für einen sehr weitsichtigen und modernen Schritt in Richtung Gleichstellung und appelliere an alle Ehemänner, dies in Betracht zu ziehen. Denn nicht selten widmen Mütter den Großteil ihrer Zeit der jahrelangen Betreuung von Familienmitgliedern und erleben dann kurz vor Pensionsantritt eine negative Überraschung am Pensionsbescheid. Dies kann zeitgerecht mit dem Pensionssplitting ausgeglichen werden“, erklärt die Landesrätin.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at

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