ARBÖ tritt für Parkraumbewirtschaftung mit wienweitem Zonenmodell ein

Der ARBÖ begrüßt das von der Wirtschaftskammer vorgestellte Zonenmodell für die Parkraumbewirtschaftung in Wien und fordert ehrliche Diskussion über die Mobilität der Zukunft.

Wien (OTS) - „Das Kurzparkzonen-Chaos in dieser Stadt gehört beendet. Ein wienweites Zonenmodell ist mittlerweile der einzig logische Schritt“, reagiert Günther Schweizer, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Wien auf das heute von der Wirtschaftskammer präsentierte Parkraumkonzept. Über weite Strecken entspricht dieses Modell jenem, das der ARBÖ seit vielen Jahren fordert, wie Schweizer weiter ausführt: „Wir haben schon immer gesagt, dass die derzeitige Situation immer nur zu einer Verschiebung führt. Es benötigt eine einheitliche, leicht verständliche Lösung in ganz Wien. Und damit wäre dann auch der Wunsch der Grünen, nach einer City-Maut, die halt für das Parken und nicht fürs Fahren verlangt wird, genüge getan.“

In Wien bezüglich parken den Überblick zu bewahren ist nicht einfach. Die Parkraumbewirtschaftung mit drei verschiedenen Zeitmodellen, die Anrainerparkplätze, und die Saisonparkzonen werden durch mehr als 50 (!) verschiedene Kurzparkzonenzeiten ergänzt. Schweizer: „Gerade in den vergangenen Jahren wird auch beim Parken die Verkomplizierung vorangetrieben, damit Wienerinnen und Wienern möglichst die Freude am eigenen Pkw verlieren und dessen Sinnhaftigkeit in Frage stellen. Dabei sollte der Realität mehr Beachtung geschenkt werden.“

In Wien beträgt der Pkw-Bestand laut Statistik Austria mit Ende des Vorjahres 714.960. Dies ist im Vergleich zu 2009 (663.926 Pkw) eine Steigerung um mehr als 7,5 Prozent. Allein von 2018 auf 2019 stieg der Pkw-Bestand um rund 5000 Fahrzeuge. „Der Individualverkehr muss Teil der Lösung sein wenn ernsthaft über ein modernes, nachhaltiges und ökologisches Mobilitätskonzept für Wien nachgedacht wird. Auch wenn die Öffentlichen Verkehrsmittel in Wien sehr gut ausgebaut, mit der Jahreskarte günstig sind und der Öffi-Ausbau vorangetrieben werden muss, spielt der Individualverkehr eine entscheidende Rolle im Mobilitätsverhalten der Wienerinnen und Wiener“, schließt Schweizer ab.

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