Bildung - Inklusion - Digitalisierung: Initiativen geben Parlament Impulse

Sobotka: Bewusstsein und Haltung der Bevölkerung verändern

Wien (PK) - Inklusion in der Bildungslandschaft und das Bewusstsein für die Chancen mit und durch Digitalisierung standen im Fokus der heutigen Veranstaltung im Parlament, zu der Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, die Essl Foundation und die Sinnbildungsstiftung eingeladen hatten. Unter dem Motto "Inspirationen zur Inklusion im österreichischen Bildungssystem" stellten sich fünf internationale Initiativen vor: "Speechgear", "Livox", "Inklusive Bildung", "Sonokids" und "Orcam".

Sobotka: Chance, auf dem Weg zur Barrierefreiheit Taten folgen zu lassen

Nationalratspräsident Sobotka sieht in den Projekten, die heute präsentiert werden, große Chancen auf dem Weg zu Barrierefreiheit. Es gelte, nun Taten folgen zu lassen: Entwicklungen am technologischen Sektor könnten vielen Menschen, die etwa nicht an Bildung teilnehmen können, Teilhabe ermöglichen, so Sobotka. Das österreichische Parlament setze sich ein, diesen Weg der Teilhabe zu gehen. Ein offenes Parlament, das für alle Menschen erreichbar und zugänglich ist, sei nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern darüber hinaus eine Frage der Kommunikation, unterstrich der Nationalratspräsident. "Barrieren auszuschalten muss das Ziel sein", so Sobotka, der hervorhob, dass seit Anfang des Jahres etwa auch MitarbeiterInnen der Parlamentsdirektion im Umgang mit Menschen mit Behinderung geschult werden. Das Parlament müsse auch Vorbild sein, das Bewusstsein der österreichischen Bevölkerung zu sensibilisieren.

Mit "Zero Project" gebe es in Österreich ein Projekt, das weit über die Grenzen hinaus reiche. Es zeige aber gleichzeitig, dass noch einiges vor uns liege. Die neuen Technologien geben Möglichkeiten in die Hand, Barrierefreiheit zu leben, hob Sobotka hervor. Dazu sei die Frage aufzuwerfen, welche infrastrukturellen und finanziellen Möglichkeiten zu nutzen seien, um diese im Alltag einzuführen.

Essl: Fünf Initiativen, die bereit sind, nach Österreich zu kommen

Die fünf ausgewählten Initiativen, die heute präsentiert werden, bieten Unterstützung für unterschiedliche Arten von Behinderung, hob Martin Essl, Gründer der Essl Foundation, hervor. Sie seien bereit, nach Österreich zu kommen, so Essl, der es als sein Herzensanliegen bezeichnete, durch etwaige Implementierung dieser Innovationen in Bezug auf Bildung deutlich voranzukommen. Die Veranstaltung stellt für ihn zugleich den Auftakt für die "Zero Project Conference", die diese Woche in Wien stattfindet, dar. Es gehe darum, Innovationen, die "wirklich fit, sehr innovativ, aber auch skalierbar" sind, auf der ganzen Welt bekannt zu machen. 15 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung haben das Bedürfnis, dass die Rahmenbedingungen so verändert werden, dass sie Zugang zur Gesellschaft haben, unterstrich Essl. Inklusive Bildung sei nicht nur eine Frage der Menschenwürde, um später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, sondern damit zusammenhängend auch, selbst Geld verdienen zu können.

Eine zentrale Frage sei im Bildungswesen immer, wie Projekte in den Mainstream gebracht werden können und das ganze System von einzelner Praxis lerne, erörterte Rüdiger Teutsch seitens des Bildungsministeriums. Bildung stelle die Basis für ökonomische Unabhängigkeit und ein selbstbestimmtes Leben dar. Inklusion bedeute dabei, alle Kinder mitzunehmen, so der Experte, der dafür plädierte, diesen Begriff übergreifend zu betrachten. Was die Möglichkeiten der Digitalisierung betreffe, könne diese bei Inklusion helfen, "wenn man es richtig macht", so Teutsch. Digitalisierung sei immer als ein Mittel für inklusive Bildung zu verstehen.

Im Lauf des Vormittags stellten sich die fünf ausgewählten Initiativen im Rahmen einer Impulsdiskussion im Plenarsaal vor. Ein Sum-up der Eindrücke folgte von Nico Marchetti, ÖVP-Bereichssprecher für StudentInnen und SchülerInnen, Rudolf Taschner, ÖVP-Bereichssprecher für Bildung und Wissenschaft, sowie Sibylle Hamann, Bereichssprecherin der Grünen für Bildung. (Fortsetzung Veranstaltung Bildung - Inklusion - Digitalisierung) mbu

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung sowie eine Rückschau auf vergangene Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Parlaments. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist als Video-on-Demand in der Mediathek des Parlaments verfügbar.


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