Bürgermeister Ludwig verlieh Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien an Ministerialrätin Stoisits

Wien (OTS/RK) - Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig verlieh Terezija Stoisits im Wiener Rathaus das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Als Gäste fanden sich u. a. Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, Stadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky, Stadträtin a.D. Friedrun Huemer mit ihrem Gatten Peter, Klubvorsitzender David Ellensohn, Klubobfrau Sigi Maurer, Bezirksvorsteher a.D. Thomas Blimlinger, Stoisits‘ Schwester Dr.in Marijana Stoisits (Geschäftsführerin der Vienna Film Commission) sowie ihr Ehemann Bruno Aigner im Großen Wappensaal ein. Für die musikalische Begleitung sorgten Willi Resetarits und die Basbaritenori.

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig betonte, dass er sich über diese Verleihung ganz besonders freue, da Stoisits stets „für Flüchtlinge und Minderheiten eingetreten“ sei. Da sie 1993 auch Adressatin des Briefbombenattentäters Franz Fuchs gewesen ist, führte der Stadtchef ins Treffen, dass „die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus nicht nur eine historische, sondern eine ganz aktuelle Aufgabe“ sei.

Die Laudatorin Dr. Susanne Scholl würdigte Stoisits‘ „Engagement für Menschen am Rande der Gesellschaft“ und unterstrich: „Für dich waren Menschenrechte nie teilbar.“

Stoisits selbst wollte keine große Rede halten – mit der Begründung: „Ich habe in meiner Zeit im Parlament 567 Reden gehalten“ - und bedankte sich beim Bürgermeister und den Festgästen mit den Worten: „Die Gesellschaft muss für die Demokratie streiten, um sie zu bewahren.“ Ihr Motto für ihre weitere Laufbahn: „Für alles, was war: Danke! Für alles, was kommt: Ja!“

Terezija Stoisits wuchs mit den Sprachen Deutsch und Kroatisch in Stinatz/Stinjaki im Südburgenland auf. Das Studium der Rechtswissenschaften schloss sie an der Universität Wien ab. 1990 zog Stoisits in den österreichischen Nationalrat ein und war zwischen 1992 und 1996 Mitglied des Bundesvorstandes der Grünen.

In ihrer Zeit als Abgeordnete widmete sich Stoisits vor allem den Themen Minderheiten, Menschenrechte, Migration und Justiz und wurde im Parlament dafür bekannt, ihre Reden mit den burgenländisch-kroatischen Worten „Dobar dan, poštovane dame i gospodo“ („Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren“) zu beginnen.

Darüber hinaus war Stoisits Mitglied des Österreich-Konvents, der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates 2000, des Kuratoriums des Nationalfonds der Republik Österreich und des Kuratoriums des Versöhnungsfonds. Nach dem Ausscheiden aus dem Nationalrat übernahm sie 2007 die Position der Volksanwältin.

2013 wurde ihr von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

(Schluss) red

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