Silvan: "Im Waldviertel geht bald die Post ab!"

Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete will mit parlamentarischer Anfrage Klarheit über Schließung von Postämtern schaffen

Wien (OTS/SK) - Die Medien in Niederösterreich waren in den letzten Tagen voll von Berichten über die geplante Schließung der Postämter Weitra, Schrems und Eggenburg. Für viele WaldviertlerInnen eine Hiobsbotschaft. "Im Waldviertel geht bald die Post ab!", so der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Rudolf Silvan. Aktuell wird vor Ort alles versucht, die drohenden Schließungen abzuwenden, und im Parlament macht sich jetzt der SPÖ-Abgeordnete gegen die geplante Schließung dieser Postämter stark. ****

„Mit Hilfe einer parlamentarischen Anfrage an die zuständige Bundesministerin Köstinger möchte ich in dieser Angelegenheit einiges aufklären, denn es stehen viele Fragen im Raum. Warum werden diese Postämter geschlossen? Was wurde getan um die Schließungen abzuwenden? Wie sieht die zukünftige postalische Versorgung in den betroffenen Gebieten aus? Wird es danach ein Minderangebot an postalischen Leistungen geben? Diese durchaus unangenehmen Fragen müssen nun in ein paar Wochen beantwortet werden. Danach werde ich klarerweise die Öffentlichkeit informieren“, erklärt Silvan.

Breitband- und Bahnausbau statt weitere Ausdünnung des Waldviertels

Laut Silvan spricht die ÖVP zwar immer von der Stärkung des ländlichen Raumes, lebt aber das Gegenteil. Silvan: „Genau das spiegeln diese geplanten Schließungen wieder. Hier wird mit dem Waldviertel eine weitere lebenswerte Region ausgedünnt. Anstatt Geld in die Hand zu nehmen, um diese Region nachhaltig auszubauen und wirtschaftlich zu stärken – da denke ich z.B. an einen Ausbau der Franz-Josefs-Bahn und an einen raschen Ausbau des vorhandenen Angebots an Breitbandinternet – sperrt man lieber weitere Postämter zu“. Diese Vorgehensweise ist laut Silvan kurzsichtig.

Einzigartige Betriebe vor Ort fördern statt fordern

Laut Silvan würden mehr Arbeitsplätze im Waldviertel den Kommunen vor Ort mehr Einnahmen bringen und vielen Menschen weite Anfahrtsstrecken zum Arbeitsplatz ersparen. Das ergibt für Personen, die dann nicht mehr pendeln müssen, mehr Familien- und Freizeit, aber unterm Strich auch weniger Arbeitslose im Waldviertel. Dadurch spart sich dann auch der Staat etwas. Dass Silvans Vorschläge Sinn machen, haben u.a. auch Gespräche zwischen Silvan und innovativen Waldviertler Betrieben bestätigt. „Wir müssen die einzigartigen Betriebe vor Ort und jene Vorreiter, die weitere Arbeitsplätze im Waldviertel schaffen wollen fördern, anstatt diese ständig herauszufordern. Meine Prioritäten liegen daher sicher nicht auf einer raschen Umsetzung der Waldviertelautobahn“, erklärt Silvan abschließend. (Schluss) ls/wf/mp

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