Heide: Kinder und Jugendliche im Internet besser schützen

SPÖ-EU-Abgeordneter fordert neuen digitalen Bildungsplan und modernisierte Regeln für Videoplattformen

Wien (OTS/SK) - "Ein Drittel der Internetnutzer in Europa sind Kinder und Jugendliche. Ein Großteil der jungen User haben von zu Hause aus Zugang zum Internet. Um Wissen zu erlangen nutzt diese Generation kaum Bücher, sondern Tablets und Smartphones. Auch wenn das digitale Zeitalter zu mehr Chancengleichheit im Bildungsbereich beiträgt, birgt es gleichzeitig auch neue Bedrohungen im Alltag der Kinder", sagt der SPÖ-Europaabgeordnete Hannes Heide heute im EU-Parlament in Straßburg. Er warnt vor den schwerwiegenden Gefahren, denen Kinder und Jugendliche online durch Cyber-Mobbing, Hassreden, sexuelle Ausbeutung, Gewalt, Missbrauch und irreführende Werbung ausgesetzt sind. "Die EU-Kommission hat im gestrigen Plenum angekündigt die Rechte der Kinder in Zukunft besser schützen zu wollen. Digitale Bildung in den Schulen und die Modernisierung der Rechtslage sind die Basis damit unsere Kinder sicher im Internet unterwegs sind." ****

„In Österreich war laut Studien jeder fünfte Schüler bereits einmal Opfer von Cyber-Mobbing. Eltern und Kinder dürfen damit nicht allein gelassen werden. Der bewusste Umgang mit den eigenen Daten und das Erkennen von Gefahrensituationen im Netz gehören europaweit dringend auf den Lehrplan“, sagt EU-Abgeordneter Hannes Heide, Mitglied im Kultur- und Bildungsausschuss. Anlässlich des „Safer Internet“- Tages wurde diese Woche im Europäischen Parlaments auch über künstliche Intelligenz bei der Aufspürung von illegalen und schädlichen Inhalten im Netz diskutiert. Die überarbeitete Mediendienstleistungsrichtlinie soll Verpflichtungen für die Mitgliedstaaten enthalten, damit zum Beispiel Videoplattformen beim Kinderschutz in die Pflicht genommen werden können. Für Nutzer muss es künftig Möglichkeiten geben schädliche Inhalte zu melden. Und auch die Altersüberprüfung und Elternkontrolle soll mehr Anwendung finden. „Die Kommission strebt ein Gleichgewicht zwischen Bildung und Kinderschutz an. Ebenso muss es dabei ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Datenschutz geben, wenn es um die nötigen Informationen geht, die Provider erheben“, sagt Hannes Heide. (Schluss) ls/jf/mp

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