Firma blieb zwei Beschäftigten mehr als 150.000 Euro schuldig – Arbeiterkammer klagte den Betrag erfolgreich ein

Recht muss Recht bleiben und für unsere Mitglieder zählt jeder Euro in der Tasche. Erschreckend ist, dass es auch Fälle gibt, in denen Beschäftigte von ihren Arbeitgebern monate- oder gar jahrelang kein Geld erhalten und bei denen es dann gleich um tausende fehlende Euro geht
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer

Linz (OTS) - Wenn es um das Recht und die Ansprüche der Arbeitnehmer/-innen geht, ist die AK mit Rat und Hilfe zur Stelle – und vertritt ihre Mitglieder wenn nötig auch vor Gericht, wenn es nur um kleine Beiträge geht. „Recht muss Recht bleiben und für unsere Mitglieder zählt jeder Euro in der Tasche. Erschreckend ist, dass es auch Fälle gibt, in denen Beschäftigte von ihren Arbeitgebern monate- oder gar jahrelang kein Geld erhalten und bei denen es dann gleich um tausende fehlende Euro geht“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. So wie im Fall von zwei Mühlviertler Angestellten, denen die AK mit einer Gerichtsklage über 150.000 Euro gesichert hat.

Ein Arbeitnehmer hat jahrelang als qualifizierter technischer Angestellter in einem High-Tech-Betrieb gearbeitet – bis er eines Tages kein Gehalt mehr bekommen hat. Trotz schriftlicher und eingeschriebener Aufforderungen überwies die Firma weiterhin kein Geld. Monat für Monat wartete der Mann trotz voller Arbeitsleistung vergeblich auf eine Zahlung – bis es ihm schließlich nach sechs Monaten und vielen Aufforderungen reichte. Er trat vorzeitig berechtigt aus dem Arbeitsverhältnis aus und ging zur Arbeiterkammer, um sich seine Ansprüche nachrechnen sowie vertreten zu lassen.

Zusammen mit den Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld), offenen Überstunden, Urlaubsabgeltung und der zustehenden Kündigungsentschädigung kam eine Summe von rund 120.000 Euro zusammen. Da die Firma auf die Forderungen der AK nicht reagierte, brachte sie Klage ein. Und auch beim Gerichtsverfahren reagierte sie nicht – es erschien nicht einmal ein/-e Firmenvertreter/-in. Also beantragte die AK ein Versäumungsurteil. Und auch nach dem Urteil wieder keine Reaktion. Denn in der Zwischenzeit meldete das Unternehmen Insolvenz an. Schließlich musste der Betrag über den Insolvenzfonds hereingebracht werden.

Ähnlich erging es einem zweiten Angestellten aus der gleichen Firma: Auch er bekam monatelang kein Geld und klagte nach mehreren Interventionen mit AK-Hilfe die ausstehenden Gehälter und anderen Leistungen ein. Schlussendlich bekam er mehr als 35.000 Euro aus dem Insolvenzfonds.


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