MINT-Bereich als neuer Schwerpunkt für Niederösterreichs Bibliotheken

LR Schleritzko: Jugendliche sollen einen Anreiz bekommen, wieder zum Buch zu greifen

St. Pölten (OTS/NLK) - Über den neuen MINT-Schwerpunkt in Niederösterreichs Bibliotheken informierte Landesrat Ludwig Schleritzko am heutigen Mittwoch gemeinsam mit Treffpunkt-Bibliothek-Geschäftsführerin Ursula Liebmann und Roman Zehetmayer, Abteilungsleiter der NÖ Landesbibliothek und des NÖ Landesarchivs, in den Räumlichkeiten der Landesbibliothek in St. Pölten.

„Mit dem Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, der für heuer gewählt wurde, wollen wir den Kindern und Jugendlichen ein spannendes Angebot liefern und so vor allem die Burschen vermehrt in die Büchereien locken. Andererseits sollen sich die Mädchen für diese zukunftsweisenden Berufszweige interessieren“, sagte der Landesrat. „Durch den Jahresschwerpunkt ‚MINT in Niederösterreichs Bibliotheken‘ wird ein enger Bezug zu den Mittelschulen mit naturwissenschaftlichem und technischem Schwerpunkt hergestellt“, führte Schleritzko weiter aus.

Bei MINT in Bibliotheken geht es aber nicht um die Vermittlung von Lernstoff oder überprüfbarem Wissen. Spaß und die Freude am Erleben stehen im Mittelpunkt. In der Bibliothek in Waidhofen an der Ybbs werden „MINT Vorlesestunden“ angeboten, die Bibliothek Kottingbrunn hat ein Kooperationsprojekt mit der Volksschule zum Thema Abfallvermeidung ins Leben gerufen, die Bibliothek Hohenberg gestaltet Vorlesestunden mit einem Mathematik-Schwerpunkt und die Bibliothek Kilb bietet Programmierkurse an.

„Durch diese Angebote sollen auch ‚Bücher-Muffel‘ in die Bibliotheken gelockt werden“, meinte der Landesrat. „Es gilt in diesem Zusammenhang einiges aufzuholen, weil jeder zweite Schüler angibt, nur zu lesen, wenn es sein muss. 35 Prozent sagen, dass das Lesen eine Zeitverschwendung ist, und 24 Prozent der österreichischen Schülerinnen und Schüler verfügen laut den letzten PISA-Ergebnissen über ein sehr geringes Leseverständnis. Etwa 25 Prozent der Volksschüler können nicht sinnerfassend lesen“, sprach der Landesrat einen weiteren Aspekt an.

Um ein bestmögliches Gelingen der MINT-Schwerpunktsetzung zu garantieren, werden speziell die Bibliothekarinnen und Bibliothekare begleitet. „Das passiert durch Materialien und Weiterbildungen, welche durch ‚Treffpunkt Bibliothek‘ und die drei Bibliotheksfachstellen des Landes zu Verfügung gestellt werden. Los geht es mit einem MINT-Weiterbildungstag für Bibliothekarinnen und Bibliothekare am 25. März in der Landesbibliothek“, kündigte Schleritzko an. Außerdem werden Workshops angeboten, in denen die Bibliothekarinnen und Bibliothekare lernen, wie man geeignete Lektüre für MINT-Themen auswählt. Gegen einen geringen Beitrag werden den Bibliotheken auch MINT-Boxen mit Materialien für Experimente zur Verfügung gestellt.

Roman Zehetmayer, Abteilungsleiter der NÖ Landesbibliothek und des NÖ Landesarchivs, sagte: „‚Treffpunkt Bibliothek‘ ist seit dem Jahr 2011 Ansprechpartner für die rund 260 Bibliotheken in Niederösterreich, für die rund 1.600 ehrenamtlich Tätigen und für die rund 250 hauptamtlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekare.“ Treffpunkt-Bibliothek-Geschäftsführerin Ursula Liebmann betonte: „Die Bibliotheken bieten eine breite und vielfältige Palette an Kultur-, Informations- und Medienangeboten. Internationale Studien zeigen auf, dass die Bibliothek als Raum nie überflüssig sein wird. Zu Hause und am Arbeitsplatz gibt es oft keine günstige Lernumgebung. Eine räumliche Gemeinschaft mit anderen Menschen bewirkt eine höhere Lernmotivation.“ Über 100.000 aktive Leserinnen und Leser haben im letzten Jahr das Angebot der Bibliotheken in Niederösterreich genutzt.

Weitere Informationen: Büro LR Schleritzko, Florian Krumböck, BA, Telefon 02742/9005-13546, E-Mail florian.krumboeck@noel.gv.at.

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