Vana: EU muss als Vorkämpferin für die Gleichstellung der Geschlechter vorangehen

Europaparlament fordert Kommission und Rat zu konkreten Maßnahmen auf

Straßburg (OTS) - Im Vorfeld wichtiger politischer Deklarationen der EU Kommission und der Vereinten Nationen in New York erneuert das Europaparlament seine Forderung nach einer umfassenden politischen Strategie und konkreten Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter:

Monika Vana, Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament und Mitglied der Delegation des Europaparlaments zur 64.UN Kommission zur Stellung der Frau (64. CSW) vom 9.-20. März 2020 in New York, kommentiert:

„Ich begrüße, dass die von der Leyen Kommission der Geschlechterfrage eine größere Bedeutung beimisst als ihre Vorgänger. Ich erwarte, dass die Kommission im März eine ehrgeizige Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter vorlegt. Wir brauchen auf EU Ebene ein umfassendes politisches Programm, das frauenpolitische Anliegen nicht isoliert behandelt. Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Bildungsgrad und Aussehen hängt oft zusammen auf und muss ganzheitlich bekämpft werden. Nur ein intersektionaler Ansatz, in dem all diese Dinge Beachtung finden, führt zur Gleichstellung der Geschlechter. Ganz konkret fordere ich die Kommission dazu auf, endlich Gesetze zur Lohntransparenz und zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt vorzulegen.“

In der heutigen Plenardebatte zu den Prioritäten der EU für die 64. UN Kommission zur Stellung der Frau (64. CSW) richtet das Europaparlament klare Forderungen an den Rat.

„Die EU- Staats-und RegierungschefInnen müssen sich geschlossen auf internationaler Ebene für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen. Ich fordere die europäischen Regierungen auf, als VorkämpferInnen für Geschlechtergerechtigkeit aufzutreten und sich für eine ambitionierte Abschlusserklärung der 64. CSW einzusetzen. Reproduktive Rechte dürfen durch Präsident Trumps Global Gag Rule nicht weiter eingeschränkt werden. Auch in Europa besteht dringender Handlungsbedarf. Die EU muss ihre Hausaufgaben machen und endlich die Istanbul Konvention gegen geschlechterspezifische Gewalt ratifizieren und die EU-weite Antidiskriminierungsrichtlinie verabschieden.“, so Monika Vana weiter.

Es wird erwartet, dass das Europaparlament die morgige Resolution zu 64. UN Kommission zur Stellung der Frau mit einer großen Mehrheit annehmen wird.

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Büro Dr.in Monika Vana, MEP
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