RHI Magnesita gründet Digital Hub für 4.0-Projekte

Weltmarktführer läutet Zukunft der Feuerfestindustrie ein – Einweihungsparty in Wiener Start-up Hub

Wien (OTS) - RHI Magnesita, der Weltmarktführer für Feuerfestprodukte und -lösungen, hat die vierte Revolution in der Feuerfestindustrie eingeläutet: Dank intensiver Grundlagenforschung und globaler interdisziplinärer Entwicklungsarbeit konnte das Unternehmen erste Systeme für datenbasierte Prozessoptimierung bei 1.200°C und mehr entwickeln. Das eigens dafür gegründete Digital Hub soll diese Konzepte nun zur Marktreife führen.

„Ich bedanke mich herzlich bei allen, die in den letzten Monaten durch ihre hervorragende Arbeit die Zukunft der Feuerfestindustrie eingeläutet haben. Damit haben die Kolleginnen und Kollegen bewiesen, dass sie nicht nur punktgenau auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren können. Sie erkennen darüber hinaus, wie neue Technologien und Methoden für unsere Kunden bestmöglich genutzt werden können. Mit unserem Digital Hub geben wir großartigen, kreativen Köpfen den nötigen Freiraum, diese Ansätze in einer eigenen Ideenwerkstatt fertig zu entwickeln und auf den Markt zu bringen“, erklärt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita, im Rahmen der Einweihungsparty des neuen Standorts im Wiener Corporate Innovation Hub „weXelerate“ am Dienstagabend. In den modernen Räumlichkeiten, mitten im Herzen der österreichischen Start-up-Szene, werden drei Projektteams die 4.0-Initiativen des Feuerfest-Riesen zur Marktreife führen.

Automated Process Optimization (APO): Mithilfe von Daten die Zukunft vorhersagen

„Temperatur im LD-Konverter, Dauer und chemische Zusammensetzung der Stahlschmelze und der Schlacke: Bei jedem einzelnen Produktionsschritt unserer Kunden fallen Unmengen an Daten an. Diese enthalten wertvolle Informationen darüber, wie bestimmte Hochtemperaturprozesse in ihren Werken ablaufen“, erklärt Christoph Jandl, Leiter der Business Unit 4.0 bei RHI Magnesita. Hier setzt Automated Process Optimization (APO) an: Das System erhält sämtliche verfügbare Daten des jeweiligen Produktionsprozesses, etwa Temperaturveränderungen, chemische Prozesse, optische Messungen, Auftragszyklen und geplante Wartungsarbeiten. Basierend auf diesen Informationen, Erfahrungswerten und früheren Messergebnissen trifft APO mithilfe künstlicher Intelligenz Vorhersagen, wie Feuerfestmaterialen gewartet und wann sie erneuert werden müssen.

Umgekehrt kann der Kunde dem System auch vorgeben, wann geplante Wartungs- und Kontrollarbeiten vorgenommen werden sollen, um etwa die Zeit zwischen Produktionsspitzen optimal nutzen zu können. In diesem Fall werden die Parameter, wie etwa die geplante Wartung, festgelegt und APO berechnet, wie die Prozesse angepasst werden müssen, um diese Vorgaben zu erreichen. APO kann auch dabei unterstützen, datenbasiert die passenden Produkte aus dem RHI Magnesita Portfolio auszuwählen, um maximale Sicherheit und höchste Ressourceneffizienz zu gewährleisten.

Quick (QCK) und Broadband Spectral Thermometer (BST): Bessere Daten optimieren Produktionsschritte

„Das Einsatzgebiet von APO kennt im Prinzip keine Grenzen. Aber natürlich gilt auch hier: Je besser die Daten, die APO als Eingabe erhält, desto genauer auch die Vorhersagen, die es trifft“, so Jandl weiter. Deshalb beschäftigen sich zwei der 4.0-Initiativen im neuen Digital Hub mit Systemen, die Eingabe-Daten für APO in noch höherer Qualität liefern können.

Eines davon ist „QCK“: Das System beruht auf modernster Bildverarbeitungstechnologie und ist in der Lage, auch bei mehr als 1.200°C innerhalb weniger Sekunden genaue 3D-Scans von Aggregaten bei Betriebstemperatur durchzuführen. Die Messung selbst dauert dabei nicht länger als die Aufnahme eines Fotos.
Bisher wurde für diesen Zweck Lasertechnologie verwendet, die deutlich länger braucht und eine wesentlich geringere Auflösung liefert.

Zusätzliche Informationen soll „BST“ liefern: Dieses Messverfahren ist in der Lage, kontinuierlich Temperatur zu messen und hat das Potential, die derzeit üblichen, diskreten Temperaturmessungen abzulösen. „Damit wird es möglich, die Temperatur einer Schmelze so einzustellen, dass diese die exakt richtige Temperatur hat. Dadurch wird unnötiges Heizen vermieden“, erklärt Jandl.

Den Nutzen für die Kunden sieht CEO Stefan Borgas in der damit möglichen enormen Effizienzsteigerung: „Unser Ziel ist es, die Hochtemperaturprozesse unserer Kunden in Zukunft so zu optimieren, dass diese nicht nur Kosten sparen und ihre Produktion flexibler anpassen können. Durch präzisere Messungen werden wir auch in der Lage sein, Probleme zu entdecken, von denen sie bisher noch nichts wussten – und diese können wir dann gemeinsam lösen.“ RHI Magnesita rechnet mit einer Kunden-Effizienzsteigerung von mehreren Millionen Euro jährlich. Auch innerhalb des Unternehmens erwartet man sich dadurch große Veränderungen. „Unser Ziel ist es, in Zukunft Rohstoffe abzubauen, zu Feuerfestprodukten weiterzuverarbeiten und genau zu dem Zeitpunkt bei Kunden anzuliefern, wenn sie diese benötigen. Das heißt, auch wir werden unsere Logistik und unsere Produktion schrittweise so optimieren, dass sie effizienter und damit klimafreundlicher wird“, so Borgas weiter.

Denkwerkstatt in der City

Diese Zielsetzungen zu erreichen, wird die Aufgabe des 4.0-Teams im Digital Hub von RHI Magnesita sein. Dienstagabend hat das Unternehmen mit einer großen Party gemeinsam mit KundInnen, MitarbeiterInnen, PartnerInnen und FreundInnen den neuen Standort des Digital Hubs im Wiener Corporate Innovation Hub „weXelerate“ eingeweiht. „Die Erwartungen an das Projekt sind groß. Das Team wird ganz neue Wege gehen und Lösungen erarbeiten, die unsere Branche revolutionieren werden. Dazu muss es nicht nur unabhängig und frei denken können, sondern auch in der Lage sein, selbstständig schnelle Entscheidungen zu treffen. An diesem neuen Standort werden sich die Kolleginnen und Kollegen in kreativer Atmosphäre und umgeben von anderen innovativen Start-ups sicher wohl fühlen und viel Spaß am Tüfteln haben“, erklärt Stefan Borgas bei der Eröffnungsparty.

RHI Magnesita sucht Verstärkung bei der Realisierung seiner 4.0-Initiativen: Gesucht werden noch kreative Köpfe wie z.B. Ops Engineers, Simultaneous Engineers, Software Architects, Cloud Architects, Software Developers sowie Data Stewards. Alle Infos zu offenen Stellen und Aufgabenprofilen.

Fotos von der Eröffnungsparty zur freien Verwendung

Über RHI Magnesita

RHI Magnesita ist der Weltmarktführer bei hochwertigen Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen, die für industrielle Hochtemperaturprozesse über 1.200 °C unverzichtbar sind. Sie kommen unter anderem in der Stahl-, Zement-, Nichteisenmetalle- und Glasindustrie zum Einsatz. Durch die vertikal integrierte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Feuerfestprodukt und den leistungsorientierten Gesamtlösungen bedient RHI Magnesita Kunden in nahezu allen Ländern weltweit. Mit über 14.000 Mitarbeitern in 35 Produktionswerken sowie mehr als 70 Vertriebsstandorten weist das Unternehmen eine hohe geografische Vielfalt auf. RHI Magnesita nützt seine globale Führungsposition bei Umsatz, Größe, Produktportfolio und breiter geografischer Präsenz weltweit aus, um gezielt Länder und Regionen zu erschließen, die von wachsenden Märkten und guten Konjunkturaussichten profitieren. Die Aktie des Unternehmens notiert mit einem Premium-Listing an der Londoner Börse (Symbol: RHIM) und gehört dem FTSE 250 Index an. Weitere Informationen finden Sie unter: www.rhimagnesita.com

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Vice Spokesperson
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