VHS Wiener Urania rückt Frauen in den Fokus

Die VHS Wiener Urania startet mit einem neuen Themenschwerpunkt in den Frühling.

Wien (OTS) - Mit dem Frühjahrssemester 2020 setzt Doris Zametzer, die neue Direktorin der VHS Wiener Urania, ein deutliches Zeichen. „Seit Bestehen des Hauses bewegt sich der Anteil der Hörerinnen konstant bei über 70 %. Auch der Großteil der Vortragenden ist weiblich. So war es für mich an der Zeit, einen dementsprechenden inhaltlichen Schwerpunkt zu setzen.“, meint Zametzer. Mehr als 30 Vorträge, Workshops und Kurse bieten einen breit gefächerten Einblick in Themen rund um Frauen, Feminismus und Gender.

Geschichte der Frauenbewegung und aktuelle Debatten

So erinnert etwa Petra Unger, die 2019 mit dem Preis der Stadt Wien für Volksbildung ausgezeichnet wurde, in zwei Vorträgen an die Geschichte der Ersten Frauenbewegung und an die engagierte Vorkämpferin Auguste Fickert. Liselotte Abid beleuchtet in einem Vortrag die Lebensrealität muslimischer Frauen und Mädchen. Beatrice Frasl stellt Podcasts als feministische Gegenöffentlichkeit vor und Isabella Sarto-Jackson versucht mit ihrer Präsentation unter dem Titel „Angeboren? Anerzogen?“ einen Brückenschlag zwischen Biologie und Umwelt. Im dritten Jahr nach der weltweiten „MeToo“-Debatte fragt Barbara Rothmüller im Vortrag „Nein heißt nein“, was von diesem Aufschrei geblieben ist und erläutert, was genau mit sexualisierter Gewalt gemeint ist und wieso diese Form der Gewalt manchmal so schwierig zu erkennen ist.

Zum Internationalen Frauentag lädt die VHS Wiener Urania in Kooperation mit AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser) zur Veranstaltung „Frauen im Netz – Chancen und Gefahren der digitalen Welt“ ein. Hier diskutieren nach einem Impulsvortrag die Soziologin Barbara Rothmüller, Dina Nachbaur, die Geschäftsführerin des Vereins Weißer Ring, und Caroline Kerschbaumer, die Leiterin der Beratungsstelle ZARA.

Wien – Stadt der Frauen

Ein weiteres Highlight ist die Vortragsreihe „Wien – Stadt der Frauen!?“. Marion Gebhart (Leiterin des Frauenservice Wien), Katharina Hametner (Leiterin des Büros für Frauengesundheit) und Ursula Bauer (Leiterin des Dezernats Gender Mainstreaming) stellen die jeweiligen Institutionen und ihre Angebote vor und zeigen anhand praktischer Beispiele wie Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Bereichen der Stadt Wien umgesetzt wird. „Als erste Frau, die in der 110-jährigen Geschichte die Leitung des Hauses übernommen hat, ist es mir ein Anliegen, feministische Perspektiven in der VHS Wiener Urania auch in Zukunft noch stärker zu etablieren“, erklärt Zametzer.

Weitere Infos finden Sie unter www.vhs.at/urania.

Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar. (Schluss)

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