AK Anderl: Wenige haben sehr viel, viele nur sehr wenig

Österreich braucht dringend Verteilungsgerechtigkeit

Wien (OTS) - Der Reichtum in Österreich ist höchst ungleich verteilt:
Während das oberste ein Prozent der Haushalte – das sind 39.000 – laut OeNB knapp ein Viertel des Nettovermögens besitzt, gehören den unteren 50 Prozent – das sind zwei Millionen Haushalte – nur knapp vier Prozent. „Gerechtigkeit sieht anders aus“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. Die AK Präsidentin plädiert für ein gerechteres Steuersystem und eine Stärkung vermögensbezogener Steuern.

Entlang der Einkommensverteilung zahlen alle Haushalte zwischen 30 und 40 Prozent des Gesamteinkommens an Abgaben. Dazu Anderl:
„Einkommensschwache Haushalte zahlen hohe Abgaben, darunter vor allem Mehrwertsteuer und andere Verbrauchssteuern, da sie einen großen Teil ihres Einkommens für den Lebensunterhalt aufwenden müssen – beispielsweise für Lebensmittel oder Miete.“ Dagegen sparen Haushalte am oberen Ende der Einkommensverteilung einen beträchtlichen Teil – was wiederum gemeinsam mit hohen Erbschaften zu dieser ungleichen Vermögensverteilung beiträgt.

„Daher ist es wichtig, vermögensbezogene Steuern zu stärken. Die Forderung für eine Vermögenssteuer wie aktuell jene der GPA-djp ist wichtig und richtig. Vermögenssteuern werden dazu beitragen, das österreichische Steuersystem gerechter zu machen“, sagt die AK Präsidentin.

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