NEOS Wien: Erste Reanimationsversuche für die Kindermedizin

Wien (OTS) - Die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen sollte uns eigentlich ein besonders großes Anliegen sein. Umso schlimmer, dass die Kinder- und Jugendmedizin in vielen Bereichen zu kränkeln scheint. Nicht nur, dass die Kinderintensivstationen am Wochenende hoffnungslos überlastet waren, sodass einige Patient_innen auf normale Stationen verlegt werden mussten, liegen auch im Bereich der psychiatrischen Versorgung und bei der Anzahl der Kassenkinderärzt_innen in der Hauptstadt große Mängel vor. „Es ist ein Armutszeugnis, dass eine Stadt wie Wien über zu wenig Kinderintensivstationen verfügt. Es kann nicht sein, dass Kinder nicht die für sie beste Behandlung bekommen, nur weil es keine Intensivbetten mehr für sie gibt. Vor allem in der Grippezeit muss man auf einen größeren Ansturm vorbereitet sein. Schließlich können sich die Kinder ja nicht aussuchen, wann sie krank werden“, zeigt sich Christoph Wiederkehr, Klubobmann NEOS Wien entsetzt.

Auch an anderen Stellen ortet man großen Nachholbedarf. Ein kürzlich veröffentlichter Stadtrechnungshofbericht wies große Mängel im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf. Nicht nur, dass die Räumlichkeiten der Abteilung nicht den Anforderungen entsprachen, wurden junge Patient_innen aufgrund von Platzmangel teilweise sogar in der Erwachsenenabteilung untergebracht. „Gerade bei jungen Patienten und Patientinnen ist eine altersadäquate Atmosphäre und Behandlung essentiell, um den Gesundheitszustand schnell zu verbessern“, weiß Stefan Gara, Gesundheitssprecher NEOS Wien. „Ich frage mich, warum es so lange gedauert hat, bis die Stadt auf die bereits lange bekannten Missstände reagiert hat. Mit der heutigen Eröffnung eines neuen Ambulatoriums für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist zumindest ein erster Schritt zu einer angemessenen Versorgung getan“, so der Gesundheitssprecher.

Auch an anderer Front muss für Kindergesundheit gekämpft werden. Bereits an der Basis, also den Kinderärzt_innen zeigt sich ein dramatischer Mangel. Ganze 6 Kassenstellen für Kinder_ärztinnen sind in Wien unbesetzt. „Wer sich einen teuren Wahlarzt nicht leisten kann muss lange Wartezeiten in den Praxen oder Ambulanzen in Kauf nehmen. Dadurch werden zum einen die wenigen Kassenpraxen überfordert und zum anderen die Gesundheit der Kinder durch die langen Wartezeiten weiter strapaziert“, so Gara.

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