„profil“: Casinos – Supervisor verweigert Sanktus für interne Untersuchung

Anwalt Stephan Frotz kritisiert mangelnde Information / Peter Sidlo laut Supervisor fachlich nicht geeignet

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat jener Supervisor, der bestätigen sollte, dass eine interne Untersuchung bei der Casinos Austria AG (Casag) in Zusammenhang mit der Vorstandsbestellung von Peter Sidlo ordnungsgemäß durchgeführt wurde, seinen diesbezüglichen Sanktus verweigert. Der Casag-Aufsichtsrat hatte die interne Untersuchung bei der Kanzlei Schima Mayer Starlinger und beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG in Auftrag gegeben. Rechtsanwalt Stephan Frotz sollte als Supervisor fungieren und bestätigen, dass die Untersuchung im Einklang mit den Aufsichtsratsbeschlüssen durchgeführt wurde.

profil liegt der Bericht von Frotz vor, den dieser in einer Casag-Aufsichtsratssitzung am 2. Dezember 2019 vorgelegt hat. Darin beklagt der Anwalt mangelnde Informationen. Frotz schreibt: „Dies vorausgeschickt, werden Sie verstehen, dass ich als ‚Supervisor‘ leider nicht in der Lage bin, mit der erforderlichen Sorgfalt eine umfassende seriöse Stellungnahme zu ‚System und Durchführung‘ der Untersuchung abzugeben.“

Während die Kanzlei Schima den früheren FPÖ-Bezirksrat Sidlo als Finanzvorstand der Casag für ausreichend qualifiziert hielt, kommt Frotz zum gegenteiligen Schluss. Er schreibt: „Letztlich ist es zwar Sache des BMF zu beurteilen, ob die für die Geschäftsleitung eines Glücksspielunternehmens in Aussicht genommene Person im Sinn des ... Glücksspielgesetzes fachlich geeignet ist; dennoch bin ich der Überzeugung, dass diese fachliche Eignung bei Herrn Mag. Sidlo nicht vorliegt.“ Sidlo fehle „schon aufgrund seines beruflichen Werdegangs aus objektiver Sicht die erforderliche Leitungserfahrung“.

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3556

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0001