BELVEDERE: Der Meister von Mondsee

Im Blick-Ausstellung von 7. Februar bis 17. Mai 2020 im Oberen Belvedere

Unser Blick richtet sich diesmal auf einen herausragenden Künstler in Österreich um 1500 und auf ein zentrales Werk der Mittelalter-Sammlung des Belvedere. Die Schau vereint erstmals das gesamte Ensemble des Mondseer Altars und beleuchtet dieses Meisterwerk im kunst- und kulturhistorischen Kontext.
Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere
Mit dieser Schau fügt sich das auseinandergerissene Bilderensemble des Mondseer Altars nach mehr als zweihundert Jahren endlich zusammen. Erst 2015 wurde das lange verschollene letzte Bild der Serie vom Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz erworben. Nun können wir das komplette Werk des Meisters von Mondsee erstmals präsentieren und mit neuen Forschungsergebnissen vorstellen.
Veronika Pirker-Aurenhammer, Kuratorin der Ausstellung

Wien (OTS) - Das Belvedere widmet in der Reihe Im Blick einem der bedeutendsten Maler des Spätmittelalters in Österreich eine erste monografische Ausstellung: dem Meister von Mondsee. Im Zentrum steht das namengebende Werk des unbekannten Künstlers – die Bilder eines gotischen Flügelaltars, der wahrscheinlich einst in der Stiftskirche von Mondsee stand.

Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere: Unser Blick richtet sich diesmal auf einen herausragenden Künstler in Österreich um 1500 und auf ein zentrales Werk der Mittelalter-Sammlung des Belvedere. Die Schau vereint erstmals das gesamte Ensemble des Mondseer Altars und beleuchtet dieses Meisterwerk im kunst- und kulturhistorischen Kontext.

Reizvolle Mariendarstellungen, figurenreiche Inszenierungen der Kindheit Christi, agile Kirchenväter in Studierstuben und nicht zuletzt die stimmungsvolle Frühlingslandschaft in der Flucht nach Ägypten prägen das facettenreiche Œuvre des Meisters von Mondsee. Der virtuose Maler zählt zu jenen Künstlern, die gegen Ende des Mittelalters letzte Höhepunkte der spätgotischen Altarkunst schufen. Die Zusammenführung aller Bilder des Mondseer Altars in der Ausstellung gibt erstmals die Gelegenheit, dieses künstlerisch herausragende Werk in seiner Gesamtheit kennenzulernen.

Veronika Pirker-Aurenhammer, Kuratorin der Ausstellung:Mit dieser Schau fügt sich das auseinandergerissene Bilderensemble des Mondseer Altars nach mehr als zweihundert Jahren endlich zusammen. Erst 2015 wurde das lange verschollene letzte Bild der Serie vom Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz erworben. Nun können wir das komplette Werk des Meisters von Mondsee erstmals präsentieren und mit neuen Forschungsergebnissen vorstellen.

Die Ausstellungsreihe Im Blick wurde konzipiert, um Künstler_innen und Werke der Sammlung des Belvedere wissenschaftlich zu analysieren und vorzustellen. Der sogenannte Mondseer Altar im Zentrum der Schau ist das einzige gesicherte Werk des Malers, von dem – wie von so vielen Meistern des Mittelalters – kein Name überliefert ist. Acht Gemälde des verloren gegangenen Altars sind bis heute erhalten, sie befinden sich an drei Standorten. Das Belvedere besitzt mit fünf Tafelbildern den größten und bekanntesten Bestand. Zwei Tafeln wurden kürzlich von den Oberösterreichischen Landesmuseen aus Privatbesitz erworben, und eine befindet sich in den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein, Vaduz–Wien.

Das Werk wird unter verschiedenen Aspekten vorgestellt und in eine „Rahmenerzählung“ zum historischen Kontext, zu künstlerischen Positionen von Zeitgenossen und zu möglichen Inspirationsquellen für die Bildinhalte eingebunden: Ein Teil der Ausstellung widmet sich der Altarstiftung durch Abt Benedikt Eck von Vilsbiburg. Er hatte zuvor bereits Michael Pacher mit der Gestaltung des Hochaltars der Wallfahrtskirche Sankt Wolfgang beauftragt. Anhand einer Gegenüberstellung mit ausgewählten Vergleichswerken von Pacher wird gezeigt, dass dieser ein wichtiger Bezugspunkt für den Meister von Mondsee war. Ein weiteres Kapitel der Ausstellung zeigt die außerordentlich detaillierten Unterzeichnungen des Meisters von Mondsee, die durch neue Infrarotreflektografien – aufgenommen in der Restaurierungsabteilung des Belvedere – erkennbar wurden.

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