Grafenegg wieder Schauplatz der Verleihung des Österreichischen Filmpreises

LH Mikl-Leitner: „Filmförderung bringt Win-Win-Situation für alle Beteiligten“

St. Pölten (OTS/NLK) - Zum insgesamt zehnten Mal wurden gestern, Donnerstag, die Österreichischen Filmpreise verliehen – zum vierten Mal fand diese Veranstaltung in Grafenegg statt. Der Preis wurde in 17 Kategorien verliehen, die Gala im voll besetzten Auditorium stand dabei ganz unter dem Motto „Green Filming“.

Grafenegg sei auch ein Repräsentant der Kulturpolitik in Niederösterreich, meinte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Interview mit den Moderatoren des Abends, Salka Weber und Markus Schleinzer. Die Filmförderung bringe „eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, zeigte sie sich überzeugt: „Wir stärken damit das Profil des österreichischen Films, wir fördern Talente und es entsteht dadurch ein Werbewert mit internationaler Strahlkraft.“

Die nachhaltige Filmproduktion sei in Niederösterreich ein wichtiges Thema, verwies Mikl-Leitner auf die Lower Austrian Film Commission und deren Initiative „evergreen prisma“, eine Plattform, die Erfahrungsaustausch, Informationen und Tipps rund um das Thema nachhaltige Filmproduktion und „Green Filming“ anbietet.

Als Präsidenten der Akademie des Österreichischen Filmes nahmen Schauspielerin Ursula Strauss und Regisseur Stefan Ruzowitzky die Begrüßung vor. Anlässlich des zehnjährigen „Geburtstages“ der Akademie betonte Strauss: „Der Versuch, eine Plattform zu gründen, die die Branche nach innen und nach außen stärkt, hat geklappt.“ Der Preis für den besten Spielfilm ging an „Joy“ von Oliver Neumann, Sabine Moser und Sudabeh Mortezai. Als bester Dokumentarfilm wurden ex aequo „Erde“ (Michael Kitzberger, Markus Glaser, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter) und „Inland“ (Ulli Gladik) ausgezeichnet. Als bester Kurzfilm wurde „Freigang“ von Martin Winter prämiert. Für die beste Regie erhielt Sudabeh Mortezai für „Joy“ den Österreichischen Filmpreis, für die beste weibliche Hauptrolle wurde Joy Anwulika Alphonsus („Joy“) auf die Bühne gebeten, für die beste männliche Hauptrolle Tobias Moretti („Gipsy Queen“). Die Preise für den besten Nebenrollen gingen an Pia Hierzegger („Der Boden unter den Füßen“) sowie Josef Hader („Nevrland“).

Weitere Preisträgerinnen und Preisträger: Sudabeh Mortezai für das beste Drehbuch („Joy“), Jo Molitoris für die beste Kamera („Nevrland“), Christine Ludwig für das beste Kostümbild („Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“), Heiko Schmidt für die beste Maske („Little Joe“), Wolfgang Mitterer für die beste Musik („Die Kinder der Toten“), Karina Ressler für den besten Schnitt („Little Joe“), Katharina Wöppermann für das beste Szenenbild („Little Joe“), Gregor Kienel, Thomas Pötz und Rudolf Gottsberger für die beste Tongestaltung („Nevrland“). In der neuen Kategorie „Publikumsstärkster Film“ wurde „Love Machine“ (Helmut Grasser, Andreas Schmied, Michael Stejskal) ausgezeichnet. Josef Aichholzer, der Obmann der Akademie des Österreichischen Filmes von 2009 bis 2019, erhielt den Ehrenpreis der Akademie des Österreichischen Filmes. Die Laudatio hielt der Regisseur Hüseyin Tabak. Gastrednerin war die Regisseurin und Drehbuchautorin Kurdwin Ayub.

Nähere Informationen zur Lower Austrian Film Commission gibt es unter www.lafc.at. Als zentrale Servicestelle für nationale und internationale Dreharbeiten in Niederösterreich hat diese Einrichtung bereits Anfang 2018 mit ihrer Initiative Evergreen den ersten Green Guide Österreichs präsentiert. Nun wurde das bestehende Angebot mit dem „evergreen prisma“ um einen fundierten Online-Guide für filmspezifische grüne Anbieter und um eine umfassende Informationsplattform für nachhaltiges Filmschaffen erweitert.

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