LH Mikl-Leitner bei der Eröffnung des 8. Tullner Zukunftsforums

Tulln ist ein Hotspot an Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und moderner Technologie

St. Pölten (OTS/NLK) - „Die einzige Konstante ist die Veränderung. Das Tullner Zukunftsforum versucht in herausfordernden Zeiten darauf Antworten zu geben“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gestern, Freitag, beim Auftakt des zweitägigen Tullner Zukunftsforums. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm an der Eröffnung des 8. Tullner Zukunftsforums teil.

Um neue Konzepte und Ideen Realität werden zu lassen brauche es den „Blick über den Tellerrand“, so Mikl-Leitner. Tulln sei ein Hotspot an Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und moderner Technologie, eine Stadt „mit geballter Kraft an Innovationen“, wo man sich der Zukunft verschrieben habe.

Die Digitalisierung sei heute aus der Wirtschaft, aus der Arbeitswelt und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. „Wir wollen den digitalen Wandel für Land und Leute nutzen, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, den ländlichen Raum zu stärken und die Lebensqualität der niederösterreichischen Landsleute weiter zu verbessern“, betonte die Landeshauptfrau. Das „Leuchtturmprojekt“ der Digitalisierungsstrategie des Landes sei das „Haus der Digitalisierung“, das in Tulln errichtet werde.

Ein großes Anliegen ist der Landeshauptfrau auch eine saubere, erneuerbare und nachhaltige Energiezukunft. „Niederösterreich hat bereits im Jahr 2004 das erste Niederösterreichische Klimaprogramm vorgelegt und 2007 als erstes Bundesland den Klimaschutz in der Landesverfassung verankert.“ Derzeit befänden sich in Niederösterreich 230 konkrete Maßnahmen für mehr Klima- und Umweltschutz in Umsetzung Dazu gehörten die Schließung des letzten Kohlekraftwerkes ebenso wie die Klimabündnisgemeinden und das Forcieren der erneuerbaren Energien. Ebenso gelte es, für einen nachhaltigen Handel zu sensibilisieren. Noch nie seien so viele Geschenke im Online-Handel gekauft worden wie zu Weihnachten 2019.

Für Bundespräsident Alexander Van der Bellen sind das Ehrenamt, das Verhältnis Stadt – Land und wie man miteinander streitet Voraussetzungen für ein funktionierendes Zusammenleben. Ehrenamtliche stellten Zeit und Know-how zur Verfügung, um anderen zu helfen. „Ohne sie wäre unser Zusammenleben um vieles ärmer und kälter.“

Der zunehmende Wohlstand schaffe viele Möglichkeiten auch für den ländlichen Raum. Niemand dürfe zurückgelassen werden. Auch „zivilisierter Streit“ schaffe Zusammenhalt, ist Van der Bellen überzeugt, und bezeichnete sich als Anhänger einer „zivilisierten Streitkultur“. Mit jenen zu reden, die anderer Meinung wären schaffe vielfach auch neue Zugänge und Sichtweisen.

Den Festvortrag hielt gestern Abend Professor Joachim Bauer. Unter dem Titel "Was uns als Gesellschaft zusammenhält“ stellte er seine Überlegungen aus der Sicht des Neurowissenschaftlers dar. Der Neurowissenschaftler, Arzt, Psychotherapeut und Autor mehrerer Bestseller wurde für seine hervorragende Forschungstätigkeit unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Biologische Psychiatrie geehrt. Am zweiten Veranstaltungstag stehen die Themen Digitalisierung, Trendforschung, Umwelt und Journalismus im Mittelpunkt.

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