Sichere Fahrt auf Schnee- und Eisfahrbahn

Dieses Wochenende wird ein Kurzbesuch des Winters erwartet. Autofahrer bzw. Straßenverkehrsteilnehmer sind aufgefordert, besonders vorsichtig zu sein.

Wien (OTS) - In den nächsten Tagen wird Schnee und teilweise Regen vorausgesagt. Das bedeutet auch, dass die Temperaturen tagsüber über den Null-Grad-Punkt steigen und nachts wieder sinken. Aufgrund dieser Temperaturunterschiede ist es leicht möglich, dass sich die Fahrbahnverhältnisse rasch ändern. Tagsüber Plus-Grade und Nachts unter dem Gefrierpunkt ergibt oftmals eine eisige Fahrbahn und erfordert ein geändertes Fahrverhalten.

Sebastian Obrecht, ARBÖ-Pressesprecher rät: „Bei Fahrten sollte die Geschwindigkeit den Fahrbahn- und Sichtverhältnissen angepasst werden. Sehr schnell kann es geschehen, dass sich ein Eisfilm unterhalb einer Schneeschicht bildet. Dies ist für den Autofahrer kaum ersichtlich und birgt große Gefahren, da sich der Bremsweg bei rutschiger oder eisiger Fahrbahn um das Vierfache erhöht.“ Ein weiterer wichtiger Punkt stellt auch die richtige Bereifung dar. Ein Winterreifen, der den gesetzlichen Vorschriften in Österreich entspricht, benötigt eine Mindestprofiltiefe von 4 mm und eine M & S Kennzeichnung.

Um sicher durch die nächste Kältewelle zu kommen, gibt der ARBÖ wichtige Tipps:

1) Geschwindigkeit verringern

Als wichtigsten Punkt rät der ARBÖ, Fuß weg vom Gas und den Abstand zum voranfahrenden Fahrzeug erhöhen. Bereits bei nasser Fahrbahn sollte die Geschwindigkeit um 50% verringert werden und bei Schnee und Eisfahrbahn um 70%. Zusätzlich muss, wenn vorhanden, das ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) eingeschaltet bleiben. Dies verringert die Gefahr, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät. Wichtig ist auch, auf andere Verkehrsteilnehmer, wie zum Beispiel Radfahrer oder Fußgänger, vermehrt Rücksicht zu nehmen. Besondere Vorsicht ist in solchen Situationen bei Schulwegen, Bushaltestellen und Fußgängerübergängen geboten.

2) Falls es doch zum Schleudern kommt

Sollten alle Vorsichtsmaßnahmen versagen und das Auto gerät ins Schleudern: Fuß weg vom Gas und in die gewünschte Richtung lenken. Hat das Fahrzeug ABS (Anti Blockier System) dann ist Bremsen und gleichzeitiges Lenken möglich.

3) Richtige Ausrüstung als A und O für jeden Autofahrer

Das wichtigste bei diesen Temperaturen sind Winterreifen. Die Kennzeichnung „M&S“ sowie eine Mindestprofiltiefe von 4 mm sind per Gesetz erforderlich. Außerdem sind eine richtig gefüllte Scheibenwaschanlage sowie funktionierende Scheibenwischer für eine gute Sicht unerlässlich. Natürlich sollte auch immer ein Eiskratzer und Besen mitgeführt werden sowie für eingefrorene Türschlösser ein passender Enteiser. Den Enteiser sollte man in der Hand- oder Jackentasche mitführen.

Um für die nächste Kältewelle gerüstet zu sein, rät der ARBÖ zu Fahrsicherheits-Trainings. Hierbei kann man gezielt den Grenzbereich des eigenen Fahrzeugs kennen lernen. Richtiges Fahrverhalten bei Schnee und Eis sowie Schleudertrainings vermitteln Sicherheit und helfen in Akutsituationen zu richtigem Verhalten. In den ARBÖ-Fahrsicherheitszentren in Salzburg, Steiermark und Wien werden spezielle Fahrtrainings angeboten.

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ARBÖ Presseabteilung
Sebastian Obrecht
Tel.: 01 891 21 244
Mobil: 0664 60 123 244
Email: sebastian.obrecht@arboe.at

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