Erfolgsprojekt „Lernen macht Schule“ feiert 10. Geburtstag

Initiative von Caritas der Erzdiözese Wien, Wirtschaftsuniversität Wien und REWE Group bringt seit 2010 sozial benachteiligte Kinder mit Studierenden zusammen

Lernen macht Schule‘ ist für uns kein gewöhnliches Projekt, sondern eine Herzensangelegenheit, die Kindern echte Chancengleichheit bringt. Für viele Kinder wurde hier der Grundstein für ein erfolgreiches Lernen für die Schule, aber auch fürs Leben gelegt.
Vorstand REWE Group Marcel Haraszti
Am Anfang waren es 50 Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien, die das Projekt gemeinsam mit uns gestartet haben
Caritas Präsident Michael Landau
Bis heute haben knapp 1.200 Studierende sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Einrichtungen der Caritas erfolgreich beim Lernen unterstützt. Mehr als 115.000 Stunden freiwillige Arbeit wurden bislang geleistet. Wir beweisen mit diesem Projekt bis heute: Bildung ist die beste Armutsprävention und der entscheidende Faktor zur Sicherstellung von Chancengerechtigkeit in unserem Land. Als Caritas sind wir überzeugt: Jedes einzelne Kind ist wichtig. Und wir sind sehr froh und dankbar, mit REWE Group und der Wirtschaftsuniversität Wien zwei Partner an unserer Seite zu wissen, die diese Überzeugung mit uns teilen.
Caritas Präsident Michael Landau
Danach wurde ich im Lernbuddy-Programm aufgenommen. Es war eine wichtige Zeit für mich, von der ich viel profitiert habe
Scherhan Malsagov
Heute studiere ich und gebe Flüchtlingskindern selbst Nachhilfe. Mit meinem Buddy bin ich bis heute befreundet. Das Schöne an dem Projekt war und ist: Es eröffnet Buddies und Jugendlichen einen Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Lernen.
Scherhan Malsagov
Lernen macht Schule‘ schlägt erfolgreich Brücken zwischen jungen Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten und fördert dadurch die wechselseitige Horizonterweiterung und das solidarische Miteinander in unserer Gesellschaft
WU Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger

Wien (OTS) - Damals, vor zehn Jahren, war nicht absehbar, wie erfolgreich und wie wichtig das Projekt „Lernen macht Schule“ im Leben tausender junger Menschen einmal werden würde. „Am Anfang waren es 50 Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien, die das Projekt gemeinsam mit uns gestartet haben“, erinnerte sich Caritas Präsident Michael Landau gestern Abend anlässlich der 10-Jahres-„Lernen macht Schule“-Feier im Festsaal der WU. „Bis heute haben knapp 1.200 Studierende sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Einrichtungen der Caritas erfolgreich beim Lernen unterstützt. Mehr als 115.000 Stunden freiwillige Arbeit wurden bislang geleistet. Wir beweisen mit diesem Projekt bis heute: Bildung ist die beste Armutsprävention und der entscheidende Faktor zur Sicherstellung von Chancengerechtigkeit in unserem Land. Als Caritas sind wir überzeugt: Jedes einzelne Kind ist wichtig. Und wir sind sehr froh und dankbar, mit REWE Group und der Wirtschaftsuniversität Wien zwei Partner an unserer Seite zu wissen, die diese Überzeugung mit uns teilen.“

Wie wichtig das Projekt im Leben vieler Kinder und Jugendlicher bis heute ist, weiß auch Scherhan Malsagov. Auf der 10-Jahres-Feier erzählte er vor 200 geladenen Gästen seine Geschichte: Als Fünfjähriger musste Scherhan Malsagov mit seinen Eltern aus Tschetschenien flüchten. Vor zehn Jahren nahm er als eines der ersten Kinder am “Lernen macht Schule“-Sommercamp teil. „Danach wurde ich im Lernbuddy-Programm aufgenommen. Es war eine wichtige Zeit für mich, von der ich viel profitiert habe“, sagt Malsagov. „Heute studiere ich und gebe Flüchtlingskindern selbst Nachhilfe. Mit meinem Buddy bin ich bis heute befreundet. Das Schöne an dem Projekt war und ist: Es eröffnet Buddies und Jugendlichen einen Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Lernen.“

Wichtige Partner für eine bessere Zukunft von Kindern

Das Projekt hat sich auch aus Sicht der Wirtschaftsuniversität bewährt. „‘Lernen macht Schule‘ schlägt erfolgreich Brücken zwischen jungen Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebenswelten und fördert dadurch die wechselseitige Horizonterweiterung und das solidarische Miteinander in unserer Gesellschaft“, ist WU Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger überzeugt. Die REWE Group unterstützt das Projekt bereits von Anfang an. Marcel Haraszti, Vorstand, dazu: „‘Lernen macht Schule‘ ist für uns kein gewöhnliches Projekt, sondern eine Herzensangelegenheit, die Kindern echte Chancengleichheit bringt. Für viele Kinder wurde hier der Grundstein für ein erfolgreiches Lernen für die Schule, aber auch fürs Leben gelegt.“

„Lernen macht Schule“ in Zahlen und Fakten

Für den Zeitraum eines Semesters - oftmals auch darüber hinaus - treffen sich Studierende und Kinder wöchentlich, um für die Schule zu lernen und gemeinsam Freizeit zu gestalten. Seit 2016 sind die Studierenden auch als Musikbuddys aktiv. Unter künstlerischer Anleitung des KunstSozialRaums Brunnenpassage nehmen sie gemeinsam mit den Kindern an einem Chor teil und arbeiten wöchentlich miteinander auf mehrere Aufführungen pro Semester hin. Ein weiteres Angebot sind die seit 2010 stattfindenden Sommercamps, bei denen die Studierenden als BetreuerInnen mitwirken können. Die einwöchigen Ferienlager stellen den Spaß sowie intensive gemeinsame Erlebnisse und Beziehungserfahrungen in den Vordergrund.

  • Jedes Semester sind rund 120 WU-Studierende als Lern- oder Musikbuddys für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Einsatz.

  • Seit Start der Initiative im Jahr 2010 haben sich bereits über 1.200 Studierende im Rahmen von „Lernen macht Schule“ engagiert und mehr als 115.000 Stunden freiwillige Arbeit geleistet.

  • Im Schuljahr 2019/20 werden etwa 240 Kinder und Jugendliche aus Einrichtungen der Caritas Wien betreut.

  • Rund 40 geflüchtete Menschen nehmen jedes Semester als außerordentliche Studierende am kostenlosen Deutschunterricht an der WU teil.

  • „Lernen macht Schule“ wurde 2011 als innovatives Lehrprojekt an der WU ausgezeichnet, zählte 2013 zu den Finalisten des Social Integration Awards der Erste Stiftung und erhielt 2019 den „Wirtschaft hilft“-Award des Fundraising Verbands Austria.

Rückfragen & Kontakt:

Alina Rheindorf
Presse, Caritas der Erzdiözese Wien
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Mobil: 0664/88798816
E-Mail: alina.rheindorf@caritas-wien.at

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