Schülerunion: Schule für Pflegeberufe ist fortschrittlich

Eine neue Schulform speziell für Pflegeberufe einzuführen ist als fortschrittlich anzusehen, Schülerunion ortet neue Chancen für die Schülerschaft

Wien (OTS) - Wien (OTS) – Gesundheitsminister Anschober hat angekündigt, dass eine neue Schulform speziell für Pflegeberufe eingeführt werden soll. Diese Schule würde fünf Jahre dauern und Schülerinnen und Schüler würden diese mit der Matura abschließen. Die Schülerunion begrüßt diesen Vorschlag und sieht neue Chancen für Schülerinnen und Schüler sich weiter zu spezialisieren. Außerdem würden neben der österreichischen Wirtschaft sowie dem Pflegestandorten auch die interessierten Schülerinnen und Schüler sehr stark von einer solchen Schule profitieren.

Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike lobt die Pläne der neuen Regierung: „Ich bin ein großer Fan von Diversität. Schülerinnen und Schüler brauchen die Möglichkeit, dass ihre eigenen Talente gefördert und gefordert werden und dass sie ihren Interessen auch in der Schule nachgehen können. Genau das macht das österreichische Bildungssystem weltweit so einzigartig. Schülerinnen und Schüler haben bereits jetzt die Möglichkeit zwischen sehr vielen verschiedenen Ausbildungsarten zu wählen und können sich in den verschiedensten Bereichen spezialisieren. Der geplante Schulversuch von Gesundheitsminister Anschober bedeutet eine weitere Auswahlmöglichkeit, welche einzig und allein der Schülerschaft zu Gute kommt. Und noch dazu wird die Summe der Arbeitskräfte im Pflegesektor ausgebaut. Das ist meiner Meinung nach nur begrüßenswert!“

„Eine attraktive Schule für Pflegeberufe garantiert den Schülerinnen und Schülern in Österreich eine spannende sowie zukunftssichere Ausbildung, weswegen wir diese Idee sehr stark befürworten“, auch Bundesobmann Sebastian Stark begrüßt die Pläne. Des Weiteren äußerte er sich über eine Reform: „Wir sehen dies auch als Chance an, dass es umfassende Reformen in anderen Bereichen gibt. Gerade bei den Bildungsanstalten für Elementarpädagogik orten wir diesbezüglich großen Handlungsbedarf, da kaum eine Absolventin oder ein Absolvent dieses Schultyps im erlernten Zweig anfängt zu arbeiten. Hier muss sich aus unserer Sicht dringend etwas ändern. Aus diesem Grund sprechen wir uns für eine allgemeine Schule für Sozialberufe aus, welche mit Matura abschließt und Schülerinnen und Schüler sich in diversen Bereichen dieser Branche fortbilden sowie spezialisieren können.“

Mit der Umsetzung dieser Idee hätte das österreichische Schulsystem ein weiteres Prestigeprojekt im Bildungsbereich auf die Beine gestellt. Dennoch muss darauf geachtet werden, dass es nicht zu einem ewigen Schulversuch mit monatlichen Änderungen wird, sondern ein fundiertes sowie durchdachtes Konzept vorausgeht, bei dem auch die Schulpartner eingebunden werden.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtigste Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung ein, in der sie im Schuljahr 2019/20 25 von 29 Mandaten sowie die Bundesschulsprecherin stellt.

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Daniel Thomas Bayer
Pressesprecher Schülerunion
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