„WELTjournal“ und „WELTjournal +“: „Iran – ein Land in Aufruhr“ und „Einstmals gute Freunde – Israel und Iran“

Am 15. Jänner ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Proteste gegen die Führung im Iran weiten sich aus:
Nach dem irrtümlichen Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine durch das iranische Militär gingen am Wochenende Tausende Menschen auf die Straße. Bei dem Flugzeugunglück starben alle 176 Menschen an Bord, die meisten von ihnen iranische und iranisch-stämmige kanadische Studenten, die zu ihrem Studium nach Toronto fliegen wollten. Angesichts der jüngsten Eskalation um die gezielte Tötung General Soleimanis, eines der mächtigsten Männer im Iran, durch die USA, und den darauffolgenden iranischen Vergeltungsschlägen, hatten die Militärs in Teheran die Passagiermaschine versehentlich für ein feindliches Flugobjekt gehalten. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 15. Jänner 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Iran – ein Land in Aufruhr“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Einstmals gute Freunde – Israel und Iran“.

WELTjournal: „Iran – ein Land in Aufruhr“

Das „WELTjournal“ zeigt die Entwicklung des Iran in den vergangenen 20 Jahren und beleuchtet die Rolle, die der von den USA getötete Qassem Soleimani dabei gespielt hat. Der General war Kommandant der Revolutionsgarden, die Spezialeinsätze außerhalb des Iran durchführt. Sein Einfluss, darin sind sich Beobachter/innen einig, reichte weit über das Militärische hinaus – sie sehen ihn als einen der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung der iranischen Einflusssphäre auf weite Teile des Nahen Ostens. US-Präsident Trump, der die Tötung angeordnet hat, macht ihn indirekt für mehrere Anschläge, darunter der zuvor erfolgte Angriff pro-iranischer Milizen auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Bagdad, verantwortlich. Ob gezielte Tötungen völkerrechtskonform sind, ist selbst in den USA umstritten.

WELTjournal +: „Einstmals gute Freunde – Israel und Iran“

Heute sind sie Erzfeinde, doch in den 1970er Jahren unter dem Schah-Regime hatten Israel und der Iran enge Beziehungen. Israelische Botschaftsangehörige, Geheimdienstmitarbeiter und Geschäftsleute lebten mit ihren Familien in Teheran wie in einer Blase: Sie schätzten die reiche Kultur, die landschaftlichen Schönheiten und genossen einen luxuriösen Lebensstil – und verschlossen ihre Augen vor dem Autoritarismus, der Gewalt und der Korruption des iranischen Polizeistaats. „Wir halfen beim Aufbau und Training des iranischen Geheimdienstes, während unser Militär ihre Offiziere ausbildete. In vielen Bereichen wurde Teheran durch uns auf den neuesten Stand gebracht. Im Gegenzug erhielten wir Öl“, erzählt ein ehemaliger Mossad-Agent. Mit der islamischen Revolution 1979 kam für die Israelis in ihrem „Persischen Paradies“, wie sie es nannten, ein böses Erwachen.

Filmemacher Dan Shadur ist selbst Sohn einer israelischen Familie, die zu der Zeit im Iran gelebt hat. Er war ein Jahr alt, als die Revolution ausbrach und die Familie von einem Tag auf den anderen zurück nach Israel musste. Mit Familienfotos und privaten Filmaufnahmen von damals zeigt er das Leben seiner Familie und deren Freunde im Teheran der 1970er Jahre und die gefährlichen Tage, als Revolutionsführer Ayatollah Khomeini aus dem Exil zurückkehrte und sich die Israelis schlagartig im Feindesland wiederfanden.

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