Umfrage: Was Österreicher an Kollegen nervt

Star-Allüren und Faulheit kommen im Büro nicht gut an

Wien (OTS) - Haben Sie auch öfter das Gefühl, der Einzige im Team zu sein, der wirklich arbeitet? Wie eine Umfrage von StepStone Österreich zeigt, sind Sie damit nicht allein: So gibt fast jeder Zweite (45%) an, dass sich nicht alle Kollegen in gleichem Maß ins Team einbringen oder sich nicht alle im Team für das Gesamtergebnis der Arbeit verantwortlich fühlen (31%). Befragt wurden rund 1.100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Österreich.

„Kollegen drehen Däumchen“

„Manche Kollegen drehen Däumchen, während andere nicht wissen, was sie zuerst machen sollen“, sagt etwa einer der Umfrageteilnehmer, während ein anderer kritisiert, dass Kollegen „immer wieder Aufgaben an andere abwälzen“. Ein weiterer Befragter bedauert, dass Teammitglieder, „die ca. 10% Arbeitsleistung zeigen und eher die Stimmung vergiften“, aufgrund der Unternehmensphilosophie „leider nicht konsequent gekündigt“ werden. In anderen Büros gibt es gar „nur oberflächliche Einheit durch ungerechte Arbeitsverteilung“.

Einzelkämpfer sind anderen ein Dorn im Auge

Besonders Kollegen, die sich zu wichtig nehmen, sind österreichischen Arbeitnehmern ein Dorn im Auge: So kritisiert jeder dritte Befragte, dass sich einzelne Kollegen immer wieder auf Kosten anderer in den Vordergrund drängen (33%) und Einzelleistungen im Mittelpunkt stünden (27%). „Dass jeder nur auf seinen eigenen Vorteil abzielt“, wird besonders unangenehm empfunden, ebenso wie „einzelne Personen, die ohne Rücksicht nach oben kommen wollen und sich wichtiger machen, als sie sind.“

Konkurrenzkämpfe sind an der Tagesordnung

Viele der Befragten fühlen sich von ihren Teamkollegen im Stich gelassen: In jedem fünften Team unterstützt man sich nicht gegenseitig (21%), und in knapp jedem dritten Büro (29%) stehen Konkurrenzkämpfe an der Tagesordnung. „Alleingänge ohne Kommunikation“, „Konkurrenz unter Mitarbeitern“ und „die selbstherrliche Rechthaberei einer Kollegin“ sind nur einige der Kritikpunkte, die Arbeitnehmer in der täglichen Arbeit stören.

Man kämpft mit unfairen Mitteln

Problematisch wird es, wenn das Konkurrenzdenken die tägliche Zusammenarbeit behindert: So werden in fast jedem vierten Team (24%) wichtige Informationen zurückgehalten oder zu spät weitergegeben. „Individuelle Einzelplanung ohne Rücksprache“ nennt das einer der Befragten, „wodurch andere unerwartet unter zusätzlichen Druck geraten und vorbereitete Pläne durchkreuzt werden.“ Weitere Beschwerden betreffen die „langsame Kommunikation“ und „Alleingänge einzelner Kollegen“.

Inseldenken und doppelte Arbeit

Nicht zuletzt kritisieren die befragten Angestellten, dass im Team nicht offen und frei miteinander gesprochen wird (25%) und Kollegen wichtige Informationen zurückhalten (24%). Als „Inseldenken“ kritisiert das einer der Studienteilnehmer: Wegen unzureichenden Informationen würden oft zwei Mitarbeiter am selben Thema arbeiten „und wissen es nicht mal.“

Zitate: Das nervt Österreich im Büro

  • Kollegen, die „zu laut sind und viel privat telefonieren“
  • „Besserwisser“
  • Abteilungsleiter, die „rauchen ohne auszustempeln“
  • „Extrawünsche beim Dienstplan“
  • Fehlender Respekt und Wertschätzung „gegenüber Youngsters“
  • Arbeit nach dem Motto „das haben wir immer schon so gemacht“
  • Kollegen, die „das Glas halb leer“ sehen
  • Die „Schlampigkeit einzelner Personen“
  • „Laufende Unterbrechung meiner Arbeit durch Fragen“
  • „Ellenbogen-Technik“ und dass „jeder nur auf sich selbst schaut“
  • Regelmäßige Eskalationen „sind an der Tagesordnung“

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Zur Studie: StepStone Österreich zählt zu den führenden Recruiting-Unternehmen Österreichs und führt laufend Studien zu den Themen Employer Branding, Recruiting und Personalmanagement durch. Für die vorliegende Erhebung. Für die vorliegende Studie wurden im Sommer 2019 rund 1.100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus ganz Österreich online befragt. Die vorliegenden Zitate sind Eigenaussagen einzelner UmfrageteilnehmerInnen.

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