ÖGB-Schumann zur Hacklerpension: Frauen gegen Männer ausspielen, ist keine Lösung

Wir müssen das Leben für alle verbessern, um Altersarmut zu verhindern

Wien (OTS) - „Die Regierung muss daran arbeiten, dass es ein gutes Leben für alle arbeitenden Menschen in Österreich gibt – Frauen gegen Männer auszuspielen, ist keine Lösung“, kommentiert ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann die Aussagen von Vizekanzler Werner Kogler zur sogenannten Hacklerpension im Ö1-Morgenjournal. „Koglers Ansatz, die sogenannte Hacklerregelung wieder abschaffen zu wollen, weil sie ausschließlich Männern zugutekommt, ist der vollkommen falsche Weg. Das wäre ein Schritt zurück statt vorwärts. Dadurch würde das Leben der arbeitenden Menschen in Österreich in keiner Hinsicht verbessert werden“, warnt die ÖGB-Präsidentin.

Die Forderung, die Pensionen der Frauen anzuheben, stehe dazu in keinem Widerspruch. Dazu brauche es eine Reihe von Maßnahmen, vor allem aber den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, damit Frauen nicht aufgrund von Betreuungspflichten zur Teilzeitarbeit gezwungen werden. „Teilzeitbeschäftigung reduziert das Einkommen, senkt damit die Pensionshöhe und erhöht die Gefahr der Altersarmut. Hier gilt es anzusetzen“, betont Schumann.

Die ÖGB-Vizepräsidentin äußert allerdings auch Kritik an der grundlegenden Herangehensweise der neuen Regierung: „Dass die Abschaffung der Hacklerregelung im Regierungsprogramm mit keinem Wort erwähnt wird, dann aber plötzlich als beschlossen gilt, wirft die Frage auf: Welche unsozialen Maßnahmen, die nicht im türkis-grünen Programm stehen, kommen noch auf uns zu?“

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