Tierschutzvolksbegehren zu Regierungsprogramm: Bekenntnis zu Veränderung liegt vor, nun müssen Taten folgen

Positives Resümee: Erste Schritte zu Tierwohl geglückt, kann aber nur als Anfang verstanden werden, Bohrn Mena bietet Zusammenarbeit an

Wien (OTS) - Das neue Regierungsprogramm beschäftigt sich auf rund 22 Seiten mit Fragen zu Arten-, Natur- und Tierschutz und damit zu den Kernthemen des Volksbegehrens. Eine erste Analyse zeigt, dass wichtige Ansatzpunkte aufgenommen wurden und das Volksbegehren damit schon vor der Eintragungswoche erste Erfolge feiern kann.

Wir freuen uns, dass die neue Regierung anerkennt, dass die Bevölkerung nach mehr Tierwohl verlangt. Wir führen das auch auf unsere intensiven Gespräche mit den Verhandlern und unsere erfolgreiche Kampagnenarbeit im Jahr 2019 zurück. Das Programm ist gefüllt mit vielen Bekenntnissen und grundsätzlich positiven Perspektiven zum verbesserten Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft. Nun müssen Taten folgen. Ein Weg des Tierwohls wurde eingeschlagen, wir werden der Regierung dabei helfen, ihn zu gehen“, so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Besonders hervorgehoben wird das Bekenntnis zur absoluten Gentechnik-Freiheit bei Futtermitteln, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln in Gemeinschaftsverpflegung und die geplanten Aktionen zu mehr Transparenz in Gastronomie, das Bekenntnis zu mehr Tierwohl im AMA-Gütesiegel, die 100%-Regionalität-&-Saisonalität-Quote in der öffentlichen Beschaffung, die Stärkung des Bio-Landbaus, das Bekenntnis zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration, das Verbot des Schredderns von Küken oder die Ermöglichung und Förderung der Vor-Ort-Schlachtung. Darüber hinaus findet sich auch das vom Volksbegehren zuletzt geforderte Verbot der Verschwendung von Lebensmitteln im Handel ebenso wie eine Novellierung des Pyrotechnik-Gesetzes zur Verhinderung der privaten Böllerei zu Silvester.

Das vorliegende Programm formuliert den Anspruch zur Veränderung hin zu mehr Tierwohl, mehr Arten- und Naturschutz. Das begrüßen wir sehr. Die Bekenntnisse der Regierungsparteien, etwa zu einem Ende von Qualpraktiken wie der betäubungslosen Ferkelkastration, dem Schreddern von Küken oder der Minimierung von Tiertransporten, sind teils echte Meilensteine. Andere Dinge fehlen oder müssen forciert werden. Eines ist klar: Es braucht das Tierschutzvolksbegehren gerade jetzt umso mehr, um für Tempo auf dem positiven Weg zu sorgen“ so Sebastian Bohrn Mena abschließend.

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