Wiener Tierschutzverein: Sofortiges Verbot privaten Feuerwerks gefordert

Der Wiener Tierschutzverein fordert ein per sofort wirksames Verbot für private Böllerei und Feuerwerkerei.

Vösendorf (OTS) - "Tausende zusätzliche Einsätze von Feuerwehren und Polizeikräften, massive Gesundheitsbeeinträchtigungen (Körperverletzungen) für Menschen mit Atemwegsproblemen, insbesondere für Kinder und ältere Menschen, einige schwer verletzte Personen, die Gliedmaßen oder das Augenlicht verloren haben, zusätzliche Belastungen für Ärztinnen, Ärzte und Spitäler, Sachschäden in Millionenhöhe und eine unglaubliche Verschwendung von Steuergeld", fasst Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV) die traurige Bilanz der letzten Silvesternacht und ihrer Ausläufer zusammen. Ganz zu schweigen von den vielen traumatisierten Haustieren und Wildtieren.

Der Wiener Tierschutzverein dankt der Exekutive für ihren Einsatz rund um das Wiener Tierschutzhaus in Vösendorf, doch gegen den überregionalen Wahnsinn kann nicht allein vor Ort Abhilfe geschaffen werden. Das Nottelefon des WTV war an Silvester pausenlos im Einsatz: Hilfe für entlaufene und traumatisierte Tiere sowie für verzweifelte Tierhalterinnen und Tierhalter waren die Hauptanliegen.

"Wenn all das anscheinend nicht reicht, dann sollte die Katastrophe im Zoo von Krefeld jener Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Daher fordern wir umgehend einen Stopp für alle privaten Feuerwerkereien und Böllereien. Der WTV sammelt diesbezüglich Unterschriften und ersucht insbesondere auch die Personalvertretungen der Exekutivdienste dabei um Unterstützung", so Petrovic. Die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie die öffentliche Sicherheit seien zu hohe Schutzgüter als dass sie aus Jux und Tollerei tausendfach gefährdet werden dürfen, so die WTV-Präsidentin weiter.

Überdies wird der WTV Geräte zur Feststellung der Feinstaubbelastung anschaffen und im Falle von mutwillig herbeigeführten Überschreitungen mit Klagen gegen die politisch Verantwortlichen vorgehen. "Es ist unbegreiflich, dass Menschen, die etwa in Parkanlagen Vögel füttern von eigens beauftragten „Waste Watchern“ mit Strafen belegt werden, während der notorische Gesetzesbruch an Silvester inklusive massiver Verunreinigungen im öffentlichen Raum offenkundig geduldet wird. Das Maß ist mehr als voll. Jetzt müssen entschlossene Taten folge. In diesem Sinne: Ein gesundes, friedliches und achtsames 2020", so Petrovic abschließend.

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