AK: „Ausgespielt“ – Wenn kostenlose Games zur Abzocke werden! 1

10-Jähriger hat durch In-App-Käufe hohe Handyrechnung verursacht – AK half

Wien (OTS) - Jakob G. spielte am Handy das Gratis-Spiel Brawl Stars. Spannend wurde das Spiel erst durch die angebotenen Extras, die für den nichtsahnenden 10-jährigen Jakob zur teuren Kostenfalle wurden. Sein Papa fiel aus allen Wolken, als er die Abrechnung der Kreditkartenfirma bekam: Google buchte für das Spiel insgesamt Kosten von rund 430 Euro ab. Sein Sohn soll in nicht einmal einem Monat 140 In-App-Käufe getätigt haben. Vergeblich wandte sich Herr G. an Google und seine Bank. Erst mit Hilfe der AK bekam er das gesamte Geld zurück.

Der 10-jährige Jakob nutzt Apps zum Spielen. Beim kostenlosen Spiel Brawl Stars kämpfen Spieler mit ihrer Spielfigur alleine oder gemeinsam mit anderen Teilnehmern, sammeln Juwelen oder beschützen einen Tresor. Cool wurde das Spiel erst durch die angebotenen Extrafunktionen. Doch die In-App-Käufe wurden zum teuren Spielspaß. Jakob ahnte nicht, dass Juwelen, SKIN-Overloads, Level-25-Pakete und Co Geld kosten. So läpperten sich innerhalb von 22 Tagen 140 Bestellungen.

Der Vater traute seinen Augen nicht, als er die Abrechnung der Kreditkartenfirma bekam. Es waren zahlreiche Abbuchungen von „GOOGLE *Google Play Ap g.co“ verrechnet – insgesamt 431,50 Euro. Sohn und Vater kontaktierten das Google-Supportteam. Diesem erklärte Jakob G., dass er keine Ahnung habe, wie es zu diesen Einkäufen kommen konnte:
„Mein Papa ist ziemlich sauer auf mich […] Ich weiß nicht, wie das viele Geld vom Konto meines Papas jetzt weg ist. Ich habe gar nichts gemacht, wirklich nicht! Das Google Play Apps Team hat uns noch nicht geschrieben, wir warten noch und ich hoffe wir bekommen das Geld wieder zurück, sonst muss ich alles von meinem Taschengeld zurückzahlen und das ist sehr schlecht.“ Sein Vater erklärte dem Google-Supportteam, dass die Abbuchungen ohne sein Wissen und seine Genehmigung erfolgten. Er merkte ebenso an, dass „die Kreditkartendaten […] ohne sein Wissen bei Google gespeichert worden sein dürften“. Zudem hielt er fest, dass weder ein Sicherheitscode noch das von ihm aktivierte 3D Secure Verfahren bei den Einkäufen zum Tragen kam.

Vom Google-Supportteam erhielt Herr G. die Rückmeldung: “Unsere Experten haben den Fall grundsätzlich überprüft. Leider sehen unsere Richtlinien für diesen Fall keine Erstattung vor“. Daraufhin kontaktierte er seine Bank – ebenfalls erfolglos. Letztlich suchte Herr G. Hilfe in der AK Konsumentenberatung. Die AK schrieb für ihn den Spielehersteller an und erklärte dem Unternehmen die rechtliche Lage – mit Erfolg. Herr G. bekam nach Intervention der AK sein gesamtes Geld zurück.

(Forts.)

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