Wie nachhaltig und smart agieren Österreichs Städte?

Barbara Kolm präsentiert den United for Smart Sustainable Cities Index

Wien (OTS) - Im Dezember organisierten das Austrian Economics Center, BMVIT und ITU eine gemeinsame Konferenz zu den Themen Artificial Intelligence, Innovation and Smart City. Dem internationalen Publikum stellte Barbara Kolm, Leiterin der Arbeitsgruppe U4SSC, den United for Smart Sustainable Cities Index vor, der Städte und Gemeinden nach ausgewählten UNO-Kriterien bei Nachhaltigkeit und Technologieanwendung bewertet. Der vom Austrian Economics Center und dem Institut Economica entwickelte Index zielt darauf ab, Kommunen in ihrer Selbsteinschätzung mit Zahlen und Fakten zu unterstützen und darzustellen wo bspw. Innovations- und Nachhaltigkeitspoole liegen. Es werden Lücken in den Bereichen Umweltschutz und Bewohnerfreundlichkeit aufgezeigt und gleichzeitig best practice Beispiele angeboten. Kolm sagt, “dieses Ranking ist eine natürliche Methode, einen gesunden Wettbewerb zu fördern, der zu nachhaltig besseren Lebensbedingungen in vielen Städten führen wird.“

Der United for Smart Sustainable Cities Index berücksichtigt die Individualität der teilnehmenden Städte. Das heißt, dieser Index will weniger eine Rangliste der umweltfreundlichsten, nachhaltigsten und wirtschaftlich erfolgreichsten Städte sein, sondern den Städten eine Einschätzung bieten, in welchen Bereichen sie bereits smart sind und in welchen Aufholbedarf besteht.

Paolo Gemma, FG-AI4EE Co-chairman, betont: „Der U4SSC-Index wird entwickelt, um Städten das Visualisierungstool zur Verfügung zu stellen, mit dem sie ihre smarte Leistung und Nachhaltigkeit mit anderen Städten messen und vergleichen können. Die politischen Entscheidungsträger können den U4SSC-Index nutzen, um die Diskussion über nachhaltige Entwicklung in ihrer Stadt anzuregen, sie zu informieren, um bessere Umweltentscheidungen zu treffen und die nächste Priorität auf ihrer Nachhaltigkeitsagenda festzulegen. “

Um nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen werden die Städte nach geografischer Lage, Größe und Einwohnerzahl, sowie ökonomischer Integration (pro Kopf Einkommen) unterschieden. Um ein Beispiel zu nennen: Städte wie Hollabrunn und Tokio lassen sich nicht direkt vergleichen; sie haben unterschiedlich viele Einwohner, befinden sich in unterschiedlichen geographischen Regionen mit unterschiedlicher Wirtschaftslage. Die geographische Region bestimmt unter anderem die Wettersituation einer Stadt: in einer heißen Region wird mehr Wasser benötigt. Allein dieser eine Punkt stellt die Städte vor unterschiedliche technologische, soziologische und wirtschaftliche Herausforderungen.

Der Wasserverbrauch bspw. ist nur ein Indikator von 150 Kernindikatoren, die in zahllosen Subindikatoren in die drei Dimensionen Wirtschaft, Umwelt sowie Gesellschaft und Kultur einfließen und für jede teilnehmende Stadt berechnet werden. Ab Jänner 2020 können interessierte Städte weltweit an dieser ITU Initiative teilnehmen und erfahren im Index, wie nachhaltig und smart sie bereits sind. Für ITU war die Konferenz in Wien ein weiterer Schritt, dem Wunsch der Kommunen zu entsprechen eine neutrale Bewertungsmöglichkeit zu erhalten.

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