AK Präsidentin Anderl fordert 200 Millionen Euro mehr für Frauen

„Für einen neuen Schwung in der Frauenpolitik!“

Wien (OTS) - Das Budget des Frauenministeriums beträgt seit 2010 unverändert gerade einmal 10 Millionen Euro. Derzeit können nicht einmal mehr die Mittel für Grundlagenforschung wie etwa die Zeitverwendungsstudie oder den 10-jährigen Frauenbericht aufgebracht werden. Um aus dem frauenpolitischen Stillstand herauszukommen, braucht es Studien, Information, Initiativen und Öffentlichkeitsarbeit. AK Präsidentin Renate Anderl fordert: „Für einen neuen Schwung in der Frauenpolitik braucht es 200 Millionen Euro zusätzlich. Denn die Palette an Aufgaben ist groß: Sie reicht von der ungleichen Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, den Nachteilen der Teilzeit, der ungleichen Bewertung von Arbeiten am Menschen und an Maschinen bis hin zu Sexismus und Gewalt.“

Dringend sind aus AK-Sicht insbesondere folgende Aktivitäten:
+ Sicherstellung eines niederschwelligen Zugangs zu Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen
+ Sicherstellung der Beratung und Betreuung von gewaltbetroffenen Frauen
+ Studien und Bewusstseinsarbeit zur Verringerung des Gender Pay Gaps + Umsetzung der Zeitverwendungsstudie und des bereits überfälligen 10-Jahres-Frauenberichts
+ Information und Kampagnen zum Thema Gleichbehandlung
+ Maßnahmen zur Bekämpfung von Hass im Netz
+ Ausreichende Ressourcen, damit die Wartezeit bei der Gleichbehandlungskommission deutlich kürzer wird. Derzeit beträgt die durchschnittliche Dauer des Verfahrens 1,5 Jahre.

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