Krankenstände – Rendi-Wagner kritisiert Eingriffe in Privatsphäre von ArbeitnehmerInnen

Wirtschaft hält an Verschärfungen bei Krankenständen fest – SPÖ-Vorsitzende: „Keine Überwachung von PatientInnen“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner kritisiert die geplanten Verschärfungen der Wirtschaftskammer bei den Krankenständen, an denen laut „Kurier“ festgehalten wird: „Dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Arbeitgebern, wenn es nach Wirtschaftskammer und Wirtschaftsbund geht, in Zukunft verpflichtend Ursache und Dauer ihres Krankenstandes bekanntgeben sollen müssen, ist ein grober Eingriff in die Privatsphäre.“ Der Plan, dass Arbeitgeber in Zukunft anordnen können sollen, dass kranke MitarbeiterInnen überwacht werden, sei „skandalös und stellt kranke Beschäftigte unter Generalverdacht“. Der Druck auf die ArbeitnehmerInnen werde so noch weiter erhöht, der ArbeitnehmerInnenschutz ausgehöhlt, kritisiert die SPÖ-Vorsitzende am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

„Niemand ist gerne krank. Und wer krank ist, soll sich auskurieren und nicht Angst um den Arbeitsplatz haben, wenn etwa die Chefin, der Chef erfährt, dass eine ansteckende oder chronische Krankheit vorliegt“, so Rendi-Wagner.

„Es liegt auf der Hand, dass die neue Zusammensetzung der Kassengremien zugunsten der Arbeitgeberseite der Wirtschaft in die Hände spielt: Arbeitgeber sollen ihre MitarbeiterInnen bis ins Letzte überwachen können.“ Für die SPÖ-Vorsitzende steht fest: „Wir werden als Schutzmacht der ArbeitnehmerInnen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Änderung der Krankenordnung vorgehen. Wichtig ist es auch, weitere Forderungen aus dem Wunschkatalog der Wirtschaft hintanzuhalten, wie die Privatisierung von Spitälern und Ambulanzen der Sozialversicherung.“ (Schluss) bj/mb

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